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„Invasion einer fremden Macht“

Donald Trumps Abschied der Zerstörung: Industrie-Vorhaben ein einziges „Desaster“

Donald Trump ist wahrlich kein Umweltschützer. In seiner verbleibenden Zeit als US-Präsident will er noch mehrere Projekte in Naturschutzgebieten durchdrücken. Gegen den Willen der indigenen Bevölkerung.

  • Dem scheidenden US-Präsidenten Donald Trump verbleiben vier Wochen im Amt.
  • Zahlreiche Industrie-Projekte in Naturschutzgebieten will Trump noch durchwinken.
  • Am 20. Januar kommt zusammen mit dem Demokraten Joe Biden erstmals eine US-Innenministerin mit indigenem Hintergrund ins Amt: Deb Haaland.

Washington - Erst wenn der letzte Loyalist begnadigt, das letzte Stadtbild der USA transformiert, die letzte Bergbaufirma die Landschaft nachhaltig verändert hat, wird Donald Trump eventuell merken, dass seine Zeit als US-Präsident beendet ist. Noch immer weigert sich der 45. US-Präsident seine Niederlage gegen den Demokraten Joe Biden einzugestehen. Das ändert nichts daran, dass Biden am 20. Januar 2021 in das höchste Amt der Vereinigten Staaten eingeführt wird. Doch die ihm verbleibende Zeit nutzt Trump, um die USA auch weit nach seiner Amtsübergabe zu prägen. Und wendet sich dafür aktuell umstrittenen Industrie-Vorhaben zu.

„Die Menschen leiden. Menschen sterben. Ganze Ökosysteme brechen zusammen. Wir stehen am Beginn eines Massensterbens, und Sie können nur über Geld und Märchen des ewigen Wirtschaftswachstums sprechen.“ Diese Worte sagte die schwedische Umwelt-Aktivistin Greta Thunberg bei ihrer Rede beim UN-Klimagipfel vergangenes Jahr in New York. Worte, die beim US-Präsidenten auf taube Ohren stießen. Der in Zeiten von Fridays for Future und Klimawandel die USA aus dem Pariser Klimaabkommen führte. Und für den Fakten nur eine Wahlmöglichkeit von vielen sind.

Donald Trump will Industrie-Projekte durchdrücken: Naturschutzgebiete in mehreren Staaten betroffen

Wie die New York Times schreibt, beeilt sich die Trump-Regierung aktuell, noch mehrere Bergbau- und Energieprojekte in Naturschutzgebieten durchzuwinken. Bevor Joe Biden das Amt übernimmt. Und das gegen massiven Widerstand von Umwelt-Organisationen und der indigenen Bevölkerung. Dabei stehen unter anderem folgende Projekte im Fokus:

  • Arizona: In dem Bundesstaat soll in einem Naturschutzgebiet eine der größten Kupferminen des Landes entstehen. Ein Areal, das dem San Carlos Apache Tribe heilig ist.
  • Utah: Dort wird im Boden eines Naturschutzgebiets eine enorme Menge an Helium vermutet - Bohrungen sind jedoch aktuell noch nicht erlaubt. Das könnte sich nach Angaben der New York Times bald ändern.
  • Nevada: In einem Vulkangebiet soll nach Lithium gegraben werden.
  • Virginia: Durch den Jefferson National Forest soll den Plänen der Trump-Administration nach bald eine Gas-Pipeline verlaufen.

Bevor Joe Biden übernimmt: Trumps Mine in Nevada könnte schwer zu stoppen sein

Zwar ist anzunehmen, dass Joe Biden die Vorhaben sofort versuchen wird zu stoppen. Vermutlich teilweise mit Erfolg. Ob ihm das jedoch in allen Fällen gelingen könnte, ist laut New York Times fraglich. Sollte Trump die Mine in Nevada beispielsweise in der ihm verbleibenden Zeit durchdrücken, könnte der Demokrat geringe Chancen haben, dies aufzuhalten.

Einer, der dagegen protestiert, ist Wendler Nosie Senior, ein ehemaliges Oberhaupt des San Carlos Apache Tribes. Seit Wochen campt er in dem von der Zerstörung bedrohten Gebiet. „Das ist ein Desaster“, zitiert ihn die New York Times. „Für mich ist dies eine Invasion einer fremden Macht.“ Ein Sprecher des US-Innenministeriums verweist währenddessen auf neue Arbeitsplätze, man setze außerdem „weiterhin die sichere und verantwortungsvolle Entwicklung natürlicher Ressourcen mit der Erhaltung wichtiger Oberflächenressourcen in Einklang.“

Deb Haaland: US-Innenministerin unter Biden - Erste Ministerin mit indigenem Hintergrund

Wenn Joe Biden am 20. Januar die Amtsgeschäfte übernimmt, stehen ihm schwierige Aufgaben bevor. Für das US-Innenministerium soll Deb Haaland ihm dabei helfen. Die erste Ministerin mit indigenem Hintergrund. Auf Twitter schreibt sie: „Unser Innenministerium wird kämpfen, um den Klimawandel und umweltbedingte Ungerechtigkeit zu bekämpfen. Und wir werden dafür sorgen, dass unsere Entscheidungen wieder von der Wissenschaft bestimmt werden.“

Donald Trump nutzt weiterhin seine Macht. Nun begnadigte er zahlreiche höchst umstrittene Personen. Brisant: Es handelt sich um Beteiligte der Russland-Affäre sowie Blackwater-Söldner. (aka)

Rubriklistenbild: © Andrew Harnik/dpa

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