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Es ist sogar eine Stadt dabei

Mysterium der „Corona Cold Spots“: Das Virus hat in manchen Kreisen in Deutschland offenbar keine Chance

Rettungskräfte verlagern am 22. Dezember 2020 in Rostock einen Corona-Intensivpatienten aus Sachsen aus einem Hubschrauber in einen Krankenwagen.
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Rettungskräfte verlagern am 22. Dezember 2020 in Rostock einen Corona-Intensivpatienten aus Sachsen aus einem Hubschrauber in einen Krankenwagen.

Das Coronavirus hat sich in ganz Deutschland verbreitet. Doch einige Kreise können mit bemerkenswert niedrigen Fallzahlen aufwarten. Welche sind dies - und warum hat Corona dort keine Chance?

  • Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Einige wenige Kreise sind weit weniger stark betroffen als der Rest.
  • Während der Rest der Republik schwer mit dem Virus und der neuen Coronavirus-Mutation* kämpft, liegen die Zahlen in einigen Kreisen weit unter Durchschnitt.
  • Besonders Niedersachsen kommt gut weg. Fast alle „Cold Spots“ liegen im Norden.

München - Überfüllte Krankenhäuser und täglich neue Corona*-Rekorde? Nicht überall sieht es so aus wie in großen Teilen der Bundesrepublik. In manchen Kreisen hat Corona offenbar keine Chance - sie trotzen der zweiten Welle. Während einige Landkreise in Deutschland mit Inzidenzwerten von 100 froh wären und andere gar die 500 überschreiten, ist in einigen wenigen Landkreisen die Inzidenz unter 40 angesiedelt. Und auf der tiefroten Corona-Karte des Landes bleiben diese Orte blau oder farblos: Es sind die „Corona Cold Spots.“

Von den aktuell zehn Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 ist der Landkreis Uelzen (Niedersachsen) der mit der geringsten Inzidenz. Aktuell liegt diese dort bei 29,2. Die weiteren Kreise sind Emden (Niedersachsen), Rostock (Mecklenburg-Vorpommern), Plön (Schleswig-Holstein), Wittmund (Niedersachsen), Zweibrücken (Rheinland-Pfalz), Wesermarsch (Niedersachsen), Leer (Niedersachsen) und Northeim (Niedersachsen). Eins haben die Kreise fast alle gemeinsam: Sie liegen im Norden der Republik. Bis vor kurzem zählte auch der Kreis Schleswig-Flensburg dazu, der zweitnördlichste Kreis des Landes. Der Landrat Wolfgang Buschmann mutmaßte, dass die Lage an der Ostsee seinem Kreis helfen könnte, aber auch die Tatsache, dass sein Gesundheitsamt Kontaktpersonen von Beginn an „unter eine sehr strenge Quarantäne“ gestellt und diese dann auch engmaschig überwacht“ habe, sagte er zur Welt.

Geringe Besiedlung könnte eine Rolle spielen - oder die längere Vorbereitungszeit

Auch die geringe Besiedlung könnte den Kreisen in die Karten spielen. Mit 64 Einwohnern pro Quadratkilometer ist die Fläche dort sehr dünn besiedelt. Wo wenig Menschen sind, hält sich leicht Abstand. Auch hier verweisen die Verantwortlichen aber auf ihr eigenes Zutun: Der Kreis befolge „stringent die vom RKI empfohlenen Präventions- und Infektionsschutzmaßnahmen (strukturierte Kontaktnachverfolgung, Quarantänemaßnahmen) mit dem Ziel Infektionsketten zu durchbrechen“, so eine Pressesprecherin zum Focus. Aber sie sagte auch: „Der Versuch einer Erklärung der im Vergleich zu anderen Landkreisen niedrigeren Infektionszahlen wäre spekulativ.“

Doch die geringe Bevölkerungsdichte steht im Kontrast mit der geringen Inzidenz im Kreis Rostock. Wie Uelzen liegt diese aktuell auf 37,8, was den zweitniedrigsten Wert in Deutschland bedeutet. Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen erklärt dies mit der längeren Vorbereitungszeit im Vergleich zu Bayern oder Baden-Württemberg: „Diese Zeit haben wir auch konsequent genutzt“, so Madsen zur Deutschen Presse-Agentur. „Deshalb haben wir vielleicht auch weniger unentdeckte, symptomlose Infektionen, die seit der ersten Welle weiter gestreut haben.“ Das Ziel sei nun klar: „Coldspot bleiben.“ Es ist ihm und allen Kreisen zu wünschen. *Merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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