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Wegen „zusätzlicher Belastungen“

Bundestag: Tausende Mitarbeiter bekommen Corona-Bonus - und sind davon selbst überrascht

Der Deutsche Bundestag von oben.
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Im Bundestag bekommen Mitarbeiter einen Bonus.

Mitarbeiter von Bundestagsabgeordneten erhalten wegen „zusätzlicher Belastungen durch die Corona-Krise“ mehr Geld. Einige sind selbst überrascht von dem Bonus.

  • Parlaments-Mitarbeiter bekommen eine Corona*-Sonderzahlung.
  • Die Begünstigten sind davon selbst verwundert.
  • Zusätzlich beschloss der Bund eine Menge neuer Stellen.

Berlin - Die 709 Abgeordneten des Deutschen Bundestags haben rund 4500 Mitarbeiter. Für die gibt es nun einen Bonus - sie erhalten eine steuerfreie Sonderzahlung von bis zu 600 Euro. Das geht aus einem Beschluss des Ältestenrats des Bundestags hervor, wie die Augsburger Allgemeine berichtet.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble richtete ein entsprechendes Schreiben an die Mitarbeiter. Dem Blatt zufolge heißt es dort, dass die Regelungen des Tarifvertrags über eine einmalige Corona-Sonderzahlung vom Oktober auch auf sie übertragen werde. Grund: „Zusätzliche Belastungen in der Corona-Krise.

Bundestag: Mitarbeiter erhalten Corona-Bonus - „Wir haben das nicht gefordert“

Je nach Verdienst gibt es offenbar einen Bonus von 300 bis 600 Euro, Auszubildende erhalten 200 Euro. Die Bundestagsverwaltung habe die Angaben bestätigt.

Die Zeitung schreibt, einige Abgeordnetenmitarbeiter seien „überrascht“ ob der unverhofften Zahlung gewesen. Ein Betroffener berichtet unter Berufung auf mehrerer seiner Kollegen, man sei „eher befremdet als erfreut“ darüber. Spürbare Mehrbelastungen habe es für sie eher nicht gegeben - es sei sogar teilweise ruhiger zugegangen als sonst.

„Wir haben das nicht gefordert“, stellte er klar. „Im Büro überlegen wir jetzt, das Geld für einen wohltätigen Zweck zu spenden.“ Es habe im Vergleich zu beispielsweise Kranken- oder Altenpflegern die Möglichkeit bestanden, im Homeoffice zu arbeiten.

Bund beschließt 2450 neue Stellen - Kritik von den Grünen

Außerdem wurde bekannt, dass der Bund sein Personal deutlich aufstocken will. Vergangene Woche wurde ein neuer Haushaltsplan verabschiedet - darin sind rund 2450 zusätzliche Planstellen enthalten. Darunter sind offenbar besonders viele gut dotierte Führungsposten.

Während viele Bürger um ihre Arbeitsplätze bangen, sattelt der Bund also kräftig drauf. Die Grünen*-Haushaltsexpertin Ekin Deligöz kritisiert das. „Auch in diesem Haushaltsverfahren bedient sich die große Koalition wieder kräftig. Anstatt Arbeitsabläufe und Prozesse zu verbessern und effektiver zu arbeiten gönnt sich die Regierung einfach mal wieder mehr Stellen“, sagt sie. Währenddessen hält der AfD-Skandal den Bundestag in Atem. (epp)

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