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Meinung

Hoffnung am Ende des Tunnels: EM, Impfstoff, Biden - Auf was wir uns nach Weihnachten wirklich freuen sollten

Hoffnungsmacher für 2021: Bundestagswahl, Biden und die Fußball-EM wohl noch mit Trainer Joachim Löw.
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Hoffnungsmacher für 2021: Bundestagswahl, Biden und die Fußball-EM wohl noch mit Trainer Joachim Löw.

Negative Meldungen gab es viel zu viele im zurückliegenden Jahr und wird es auch noch genug geben. Doch jetzt ist Zeit, sich auf die guten Dinge für 2021 zu besinnen und darauf zu freuen.

Menschen brauchen dringend Ereignisse, auf die sie sich freuen können. Besonders in Lockdown-Zeiten zum Weihnachtsfest. Und tatsächlich, es gibt einiges, was Hoffnung auf das berühmte Licht am Ende des Tunnels macht.

Corona-Impfstoff, Biden statt Trump, Bundestagswahl 2021

Da wäre zu allererst der Impfstoff gegen das Coronavirus zu nennen. Wenn auch nicht sofort, so wird er uns hoffentlich im Laufe des Jahres ein paar Freiheiten zurückgeben. Wenn man den Experten glauben darf, wird er uns als Waffe gegen die Krankheit vor allem für den nächsten Winter zumindest die Hoffnung auf Normalität bescheren.

Trump geht, Biden kommt. So simpel lässt sich ein weiterer Hoffnungsschimmer zusammenfassen. Klar, Trump wird Gräben hinterlassen, und freilich wird sich nicht alles sofort um 180 Grad drehen, doch die große Aussicht auf Besserung der Beziehungen zwischen den USA und dem Rest der Welt, inklusive Europa und dem Iran, sind eine tolle Aussicht für Handel, Gesellschaft, Klima und Frieden.

Auch in Deutschland steht ein großer Einschnitt an: Nach ihrer vierten Amtszeit legt Angela Merkel ihre Geschäfte als Kanzlerin nieder. Das ist mit Sicherheit kein Anlass zur Freude für jedermann, doch mit der Bundestagswahl im kommenden Herbst darf man das Ende der großen Koalition und damit vielleicht auch auf das Ende von Stagnation in der deutschen Politik herbeisehnen. Es wird hoffentlich ein wenig frischer Wind in Bundestag und Ministerien wehen, der nach den vielen Merkel-Jahren trotz aller Verlässlichkeit der Kanzlerin nur gut tun kann. Zu viele Problemfelder fielen in den vergangenen Jahren hinten runter und haben Nachholbedarf. Vor allem die Digitalisierung gilt es mit hohen Investitionen voranzutreiben.

2021: Fußball-EM, Olympia, Familie, Freunde

Worauf sich wirklich (fast) alle freuen können, ist die Fußball-Europameisterschaft im Sommer. Das gewohnte Public Viewing wird es in dem bekannten Ausmaße wahrscheinlich nicht geben können, doch gegen Grillfeiern und kleinere Gruppenzusammenkünfte sollte das Virus ja hoffentlich auch in den kommenden Sommermonaten nichts einzuwenden haben. Doch nicht zu vergessen: Auch hier bahnt sich ein Wechsel an, sollte Trainer Joachim Löw nicht den lang ersehnten Titel nach Deutschland holen. Aus sportlicher Sicht kann für ein wenig Ablenkung in den harten Wintermonaten auch die Darts-WM über den Jahreswechsel, die Handball-WM im Januar oder im Februar/März die Nordische Ski-Weltmeisterschaft in Oberstdorf sorgen. Und im Juli/August warten die olympischen Sommerspiele.

Jede Krise hat etwas Gutes, sagt man. Auch oder gerade auf die Corona-Krise passt das. Zuallererst betrifft das den gesellschaftlichen Bereich. Die (Rück-)Besinnung auf die Familie und den engsten Freundeskreis, eine neue Wertschätzung des „Sichsehens“, „Sichdrückenkönnens“ oder auch die Gelegenheit auf gemeinsame Erlebnisse wie Konzerte, Festivals oder Bar-Besuche.

Home Office, Pflege, Schulen

Das zurückliegende Jahr hat in vielen Unternehmen erzwungenermaßen für einen radikalen Wandel gesorgt, der sich auch im neuen Jahr fortsetzen wird. Dort, wo es geht, wurde der Betrieb auf (mehr) Home Office umgestellt. Das bringt nicht nur dem Klima etwas, weil sich weniger Menschen in Bahnen, auf den Straßen oder in der Luft (Stichwort Geschäftsreisen) tummeln, sondern gibt auch dem Arbeitnehmer mehr Freiheiten in der Ausübung seiner Tätigkeiten, hilft der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehörig. Es steigert die Lebensqualität vieler, und sorgt auf der anderen Seite häufig sogar für eine höhere Leistungsfähigkeit, was wiederum auch der Arbeitgeberseite zugute kommt.

Einige altbekannte Probleme brachen zuletzt auf, in einer Heftigkeit, aus der man nachträglich Nutzen ziehen kann. Die Pandemie könnte ein erster Schritt sein, damit sich etwa in Bereichen Fleischfabrikarbeiter und Pflegepersonal etwas ändert. Vielleicht wird es am Ende auch etwas mehr sein, als der bloße Applaus im Bundestag und ein monetärer Bonus, der zu viele nicht erreicht.

In diese Kategorie gehören auch die Schulen: Nach dem offensichtlichen Desaster in den Kultusministerien dürfte dort einiges überdacht werden. Eltern, Schüler wie Lehrer könnten in absehbarer Zeit profitieren. Zuallererst sind lebensnahe Lösungen für einen erträglichen Distanzunterricht gefordert, der alle wieder mitnimmt.

Nach Corona: Massentourismus vor dem Aus?

Neue, kreative Geschäftsideen dürften aus dem Boden sprießen. Wenn immer mehr Unternehmen pleite gehen, ist jetzt Erfindergeist gefragt und das auf unterschiedlichen Ebenen. Die Krise ist die Chance für die weiterhin große Start-up-Szene.

Ob neue Außenbereiche statt Parkplätze oder deutlich mehr Stehausschank - die Gastronomiebetriebe überraschten schon zuletzt mit kreativen Konzepten. Gerade hier darf man sich auf die nächsten Schritte im neuen Jahr freuen.

Die Corona-Pandemie könnte das Ende des Massentourismus heraufbeschworen haben. Zumindest hat sie den völlig überlaufenen Hotspots etwa in Italien oder Spanien eine Atempause verschafft. Wie viel davon hängen bleibt, wird sich schon bald zeigen. Auch dieses wird vermutlich nicht viele Urlauber an die Strände von Mallorca oder gar auf anderen Kontinenten ziehen. Vieles spricht dafür, dass auch 2021 wieder die nahe gelegenen Erholungsgebiete im eigenen Land oder den Nachbarländern vorrangig genutzt werden.

Bleibt die große Hoffnung auf einen größeren Zusammenhalt durch das Überstehen einer Krise, wie sie die Welt seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt hat. Trotz aller Zweifel daran sieht man doch, wie sich ein Großteil der Gesellschaft vorbildlich solidarisch zeigt mit der Risikogruppe, in diesem Falle also, mit den Schwächsten der Gesellschaft. Das lässt positiv in die Zukunft und gerade in 2021 blicken.

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