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Ukraine-Krieg und Bundeswehr

Neuer Ringtausch und 111 Puma-Panzer: Rheinmetall winken neue Mega-Deals

Schützenpanzer Puma der Bundeswehr. Das Waffensystem wird vom Rüstungskonzern Rheinmetall hergestellt
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Schützenpanzer Puma der Bundeswehr. Das Waffensystem wird vom Rüstungskonzern Rheinmetall hergestellt.

Der Rheinmetall-Chef verkündet einen neuen Rüstungsdeal mit der Bundeswehr zur Lieferung von 111 Panzern. Das Verteidigungsministerium gibt sich zurückhaltend.

Berlin/Düsseldorf - Angesichts der globalen Spannungen gehören Rüstungskonzerne und deren Zulieferer zu den Nutznießern. Das betrifft auch Rheinmetall aus Düsseldorf, dessen CEO sich laut Focus Online seit Beginn des Ukraine-Konflikts so offensiv wie kein zweites Unternehmen für die Lieferung schwerer Waffensysteme in die Krisenregion einsetzt.

Nun hat der Hersteller aus dem Rheinland offenbar den nächsten Deal perfekt gemacht: mehr als 100 Exemplare des Schützenpanzers Puma an die Bundeswehr zu verkaufen. „Gestern ist die Entscheidung im Ministerium gefällt worden, dass 111 Puma zweifellos bestellt werden“, lässt Vorstandschef Armin Papperger am Konzernstandort Unterlüß (Niedersachsen) wissen. Was die Aufrüstung der Bundeswehr die deutsche „Kriegskasse“ kostet, muss dem Vernehmen nach noch erörtert werden.

„Die Vertragsverhandlungen beginnen nächste Woche“, führt Papperger aus und erklärt, dass der fertige Vertrag zwischen Rheinmetall und der Bundesregierung im September 2022 fertig sein soll. Den Puma fertigt der deutsche Militärtechnik-Hersteller, dessen Geschäftsführer im Mai auf mysteriöse Weise verschwand, in der südlichen Lüneburger Heide.

Rheinmetall: Bundeswehr kauft angeblich über 100 Puma-Panzer

Entgegen der Aussagen des Vorstandschefs von Rheinmetall soll die genaue Zahl der Puma-Bestellung jedoch noch nicht feststehen, erklärt das Verteidigungsministerium der Deutschen Presse-Agentur. Generell habe man lediglich über die Beschaffung zusätzlicher Exemplare entschieden, so eine Sprecherin. Ihr zufolge würde es sich bei der Aufstockung des Panzer-Fuhrparks um einen Tagesbefehl von Ministerin Christine Lambrecht (SPD) und Generalinspekteur Eberhard Zorn zu Veränderungen bei den Landstreitkräften handeln. Dazu gehöre auch die „Entscheidung zum Waffensystem Puma“, das gemeinsam mit dem Münchner Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann hergestellt wird.

Derweil profitiert Rheinmetall auch von einem geplanten Ringtausch zur weiteren Unterstützung der ukrainischen Armee. Das Rüstungsunternehmen modernisiert derzeit angeblich über zwei Dutzend Marder-Schützenpanzer für einen möglichen Ringtausch. Man habe bereits 30 Stück „in Arbeit genommen“, um sie für erhoffte Verkäufe vorzubereiten, verkündete ein Unternehmenssprecher. Insgesamt ließen sich rund 100 Stück „relativ einfach herrichten“.

Bundeswehr rüstet auf - Rheinmetall plant Ringtausch für Ukraine

Zuvor hatte Rheinmetall bereits die Lieferung der von der Bundeswehr ausgemusterten und wieder aufzubereitenden Marder-Panzer angeboten, worüber im Ministerium jedoch bislang keine Entscheidung bekannt wurde. Auch zu diesem Thema bezog Rheinmetall-Chef Papperger Stellung und erklärte, man habe „täglich Kontakt zum Kanzleramt, da ist Wille und Druck da“.

Für Rheinmetall ist es ein selbsterklärtes Ziel, die Schützenpanzer (Typ 1A3) an andere Länder abzugeben, die dafür ihrerseits eigene Rüstungsgüter an die Streitkräfte der Ukraine liefern. Bei den Marder-Exemplaren - den Vorläufern des Modells Puma - geht es um Panzer aus den 1970er und 1980er Jahren. Zudem will Rheinmetall auch ältere Ausgaben des Kampfpanzers Leopard 1 weiterverkaufen: „Wir hätten 88 davon verfügbar“, führte der Unternehmenssprecher aus. (PF/dpa)

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