Cameron will Eurotunnel besser sichern

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Kaum aufzuhalten: Die Flüchtlinge in Calais riskieren ihre Gesundheit und ihr Leben, um nach Großbritannien zu gelangen. Foto: Yoan Valat
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Kaum aufzuhalten: Die Flüchtlinge in Calais riskieren ihre Gesundheit und ihr Leben, um nach Großbritannien zu gelangen. Foto: Yoan Valat
Flüchtlinge entkommen der französischen Polizei in einem Waldstück in Calais. Noch immer versuchen Hunderte Flüchtlinge, von dem französischen Ort aus durch den Eurotunnel nach Großbritannien zu gelangen. Foto: Yoan Valat
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Flüchtlinge entkommen der französischen Polizei in einem Waldstück in Calais. Noch immer versuchen Hunderte Flüchtlinge, von dem französischen Ort aus durch den Eurotunnel nach Großbritannien zu gelangen. Foto: Yoan Valat
In diesem Jahr hat Eurotunnel auf der französischen Seiten bereits 37 000 Fluchtversuche gezählt. Immer wieder kommen dabei Flüchtlinge ums Leben, weil sie versuchen auf fahrende Züge oder Lastwagen aufzuspringen. Foto: Yoan Valat
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In diesem Jahr hat Eurotunnel auf der französischen Seiten bereits 37 000 Fluchtversuche gezählt. Immer wieder kommen dabei Flüchtlinge ums Leben, weil sie versuchen auf fahrende Züge oder Lastwagen aufzuspringen. Foto: Yoan Valat
Französische Polizisten weisen Flüchtlinge an einer Bahnstrecke bei Calais zurück. Foto: Yoan Valat
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Französische Polizisten weisen Flüchtlinge an einer Bahnstrecke bei Calais zurück. Foto: Yoan Valat
Flüchtlinge versuchen von Calais nach Dover zu gelangen. Foto: Yoan Valat
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Flüchtlinge versuchen von Calais nach Dover zu gelangen. Foto: Yoan Valat
Erneut haben zwischen 100 und 150 Flüchtlinge versucht, durch den Eurotunnel von Frankreich nach Großbritannien zu gelangen. Der britische Premierminister David Cameron bezeichnete die Lage als "sehr besorgniserregend". Foto: Andy Rain
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Erneut haben zwischen 100 und 150 Flüchtlinge versucht, durch den Eurotunnel von Frankreich nach Großbritannien zu gelangen. Der britische Premierminister David Cameron bezeichnete die Lage als "sehr besorgniserregend". Foto: Andy Rain
In einem Camp namens "Der Dschungel" harren Flüchtlinge in Calais aus. Nach Schätzungen warten zwischen 3000 und 5000 Migranten in Calais auf eine Gelegenheit, nach Großbritannien zu kommen. Foto: Yoan Valat
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In einem Camp namens "Der Dschungel" harren Flüchtlinge in Calais aus. Nach Schätzungen warten zwischen 3000 und 5000 Migranten in Calais auf eine Gelegenheit, nach Großbritannien zu kommen. Foto: Yoan Valat
Verzweifelt versuchen Flüchtlinge über einen Zaun zu klettern, um einen Zug nach Großbritannien zu erwischen. Sie erhoffen sich dort bessere Asylchancen und Lebensbedingungen als in Frankreich. Foto: Yoan Valat
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Verzweifelt versuchen Flüchtlinge über einen Zaun zu klettern, um einen Zug nach Großbritannien zu erwischen. Sie erhoffen sich dort bessere Asylchancen und Lebensbedingungen als in Frankreich. Foto: Yoan Valat

Abschreckung und Abschottung sind für Großbritannien die Mittel der Wahl, um das Chaos am Eurotunnel in Calais zu bekämpfen. An eine schnelle Lösung der Flüchtlingskrise glaubt Premier Cameron aber nicht.

London/Calais (dpa) - Großbritanniens Regierung will Migranten in Calais mit neuen Zäunen und anderen Sicherheitsmaßnahmen vom Eurotunnel fernhalten.

Es würden Spürhunde, Absperrungen und weitere Hilfsmittel auf die französische Seite des Tunnels unter dem Ärmelkanal geschickt, sagte Premierminister David Cameron am Freitag nach einer Sitzung des britischen Sicherheitskabinetts. "Das bleibt ein schwieriges Thema den ganzen Sommer über." Großbritannien wolle mit Frankreich Hand in Hand arbeiten.

In der Nacht zum Freitag hatten erneut Hunderte Migranten versucht, auf Züge und Laster zu klettern, um durch den Eurotunnel illegal nach Großbritannien zu gelangen. Am Vortag hatte Cameron angekündigt, mehr illegal Eingereiste abschieben zu wollen und die Einwanderungsgesetze zu verschärfen. Zudem will die Regierung rund zehn Millionen Euro zusätzlich bereitstellen. Die Hilfe für Frankreich auf der anderen Seite der Grenze sei der Anfang, sagte er am Freitag. Ein Team hochrangiger Regierungsmitarbeiter solle sich mit dem Thema befassen. Der Tunnelbetreiber Eurotunnel begrüßte am Freitag die Ankündigung.

Seit Anfang Juni sind zehn Migranten bei dem Versuch gestorben, nach Großbritannien zu gelangen. Am Freitag gab es keine neuen Berichte über Tote oder Verletzte. Frankreich hat 120 Polizisten zusätzlich nach Calais geschickt, neue Zäune werden bereits errichtet.

Auf beiden Seiten des Tunnels führt das Chaos zu langen Staus vor allem im Güterverkehr. Die britische Regierung will Grundstücke des Verteidigungsministeriums nutzen, um den Rückstau auf den Straßen aufzulösen.

Eine britische Speditionsfirma rief am Freitag dazu auf, zwei oder drei Tage lang keine Güter mehr durch den Eurotunnel zu transportieren, um für eine zügige Lösung zu protestieren. Migranten hätten Container aufgebrochen, die Supermärkte dann nicht mehr annähmen, sagte Firmenbesitzer Peter Harding dem BBC Radio 4. Auch deutsche Fahrer fürchten um ihre Sicherheit, weil Menschen versuchen, in die LKW zu klettern.

Human Rights Watch zur Lage in Calais

Cameron zu Calais

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