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Bin-Laden-Tötung: US-Senator verteidigt Geheimhaltung

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US-Senator John Kerry bittet in Pakistan um Verständnis für die Geheimhaltung.

Islamabad - Es ist der erste hochrangige US-Besuch seit der Tötung Bin Ladens in Pakistan. Senator John Kerry wirbt bei den erbosten Pakistanern um Verständnis für die Geheimoperation.

Zwei Wochen nach der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden hat der einflussreiche US-Senator John Kerry bei einem Besuch in Pakistan die amerikanische Geheimoperation in dem Land verteidigt. Die “extreme Geheimhaltung“ sei notwendig gewesen, um das Leben der Beteiligten zu schützen und den Erfolg des Vorhabens im nordpakistanischen Abbottabad sicherzustellen, sagte Kerry am Montag in Islamabad. Selbst in den USA sei nur eine Handvoll hochrangiger Regierungsvertreter informiert gewesen.

Die US-Operation in der Nacht zum 2. Mai hat in Pakistan vehemente Kritik ausgelöst und die Beziehungen zwischen Washington und Islamabad schwer belastet. Kerry sagte, er bitte alle Pakistaner um Verständnis. Nachdem Bin Laden Ende 2001 die Flucht aus Afghanistan gelungen sei, hätte sich kein US-Präsident leisten können, den Top-Terroristen erneut entkommen zu lassen. Er selber habe erst von der Operation erfahren, als Bin Laden bereits getötet worden sei.

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“Es ist nicht das Ziel meiner Reise, mich für etwas zu entschuldigen, was ich für einen Triumph über den Terrorismus von beispielloser Konsequenz halte“, sagte Kerry. Ziel sei, die “wichtige Beziehung“ zwischen beiden Ländern wieder auf Kurs zu bringen.

Pakistans Premierminister Yousuf Raza Gilani teilte nach einem Treffen mit dem Senator mit, sein Land wünsche sich statt unangebrachter Kritik die “gebührende Anerkennung und Unterstützung der Internationalen Gemeinschaft und besonders der Vereinigten Staaten“ für den Beitrag im Kampf gegen den Terrorismus. Pakistan ist in die Defensive geraten, weil Bin Laden jahrelang unbehelligt dort leben konnte.

Das pakistanische Parlament hatte die US-Militäroperation in Pakistan als schwere Verletzung der Souveränität des Landes verurteilt. In einer am Samstag verabschiedeten Resolution forderten die Abgeordneten zudem von Washington, die “inakzeptablen“ Drohnen-Angriffe gegen Extremisten im Grenzgebiet zu Afghanistan einzustellen. Andernfalls könne Pakistan den Nachschub für die Nato-Truppen in Afghanistan unterbrechen.

dpa

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