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Nach Klöckner-Kritik

Bedford-Strohm kontert Kritik: Kirche macht nicht zu viel Politik

Der Vorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland, Bedford-Strohm.
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Der Vorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland, Bedford-Strohm.

Nach der Kritik an politischen Äußerungen der Kirchen in Deutschland, betont der Vorsitzende der evangelischen Kirche Helmuth Bedord-Strohm, dass diese nicht einfach so getätigt würden - im Gegenteil.

München - Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat Vorwürfe zurückgewiesen, die christlichen Kirchen seien zu politisch. In den Predigten zu Weihnachten werde sehr schnell deutlich, „dass Aussagen zur Politik gegründet sind in biblisch verwurzelten geistlichen Aussagen“, schrieb Bedford-Strohm am Donnerstag auf seiner Seite im sozialen Netzwerk Facebook.

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner hatte kritisiert: „Es kommt vor, dass aus manchen Kirchenkreisen mehr zum Thema Windenergie und grüne Gentechnik zu hören ist, als über verfolgte Christen, über die Glaubensbotschaft oder gegen aktive Sterbehilfe.“ Zwar fordere die christliche Botschaft „gesellschaftspolitische Haltung“, sagte sie der „Bild“-Zeitung (Mittwoch). Es sei aber wichtig, „dass Kirchen nicht parteipolitische Programme übernehmen. Die Bibel ist umgekehrt auch kein Wahlprogramm für uns Politiker, sondern kann ein guter persönlicher Kompass sein“.

Hinter jeder Position steht ernsthafte Auseinandersetzung

Bedford-Strohm betonte, dass in den Predigten evangelischer Kirchenvertreter häufig Erklärungen einfließen, die in Synoden verabschiedet wurden. In den Kirchenparlamenten seien Menschen mit unterschiedlichen politischen Einstellungen vertreten: „Und trotzdem werden die Synodenerklärungen, etwa zum Familiennachzug oder zum Klimawandel häufig mit großen Mehrheiten oder sogar einstimmig verabschiedet. Offensichtlich steht hinter den jeweiligen inhaltlichen Positionsbestimmungen nicht Parteipolitik, sondern eine ernsthafte und biblisch gegründete theologische Auseinandersetzung“, betonte der bayerische Landesbischof. „Könnte das nicht ein Hinweis an die Politik sein, sich diesen christlichen-ethisch gegründeten Anfragen zu stellen?“

dpa

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