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Synthetische Droge

Bayern und Sachsen wollen stärker gegen Crystal vorgehen

Bausback Gemkow
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Bayerns Justizminister Winfried Bausback (r, CSU) und sein sächsischer Kollege Sebastian Gemkow (CDU) am Freitag in München.

München - Bayern und Sachsen wollen gemeinsam gegen die synthetische Droge Crystal vorgehen und eine europaweit schärfere Überwachung bei den legal erhältlichen Grundstoffen erreichen.

Die Droge werde meist in der Tschechischen Republik hergestellt; als Umschlagplatz diene das Grenzgebiet zu Bayern und Sachsen, sagte Justizminister Winfried Bausback (CSU) am Donnerstag bei einem Besuch seines sächsischen Kollegen Sebastian Gemkow (CDU). „Es liegt auf der Hand, dass wir hier nur gemeinsam etwas erreichen können.“

Der bloße Handel mit dem Grundstoff Chlorephedrin ist nicht strafbar. Da er wie andere Grundstoffe auch einen legalen Anwendungsbereich habe, könne er nicht generell verboten werden, sagte Bausback. Gemkow berichtete, deshalb sei in Leipzig ein Prozess um den Fund von rund 2,5 Tonnen der Chemikalie geplatzt.

Die Minister wollen nun über das Bundesgesundheitsministerium und die Drogenbeauftragte aktiv werden und erreichen, dass die Chemikalie auf eine europäische Liste von Stoffen kommt, deren legale Verwendung speziell überwacht wird.

Die Droge macht extrem schnell abhängig. Unter anderem in Gefängnissen habe Crystal andere Drogen fast verdrängt, sagte Gemkow, der am Donnerstagnachmittag mit Bausback den neuen Hochsicherheits-Gerichtssaal im Münchner Gefängnis Stadelheim besichtigte. Die Betroffenen hätten teils hirnorganische Schäden und seien mit einer normalen Therapie dann gar nicht mehr ansprechbar. Er sehe die Gefahr, „dass wir hier möglicherweise eine ganze Generation verlieren“.

dpa

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