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Athen meldet Zusage - Berlin widerspricht

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Der griechische Finanzminister Yannis Stournaras.

Athen - Der griechische Finanzminister Yannis Stournaras hat die Zusage zu einem Aufschub für die Sanierung des maroden Staatshaushalts bestätigt. Die Bundesregierung sieht das jedoch anders.

Über einen Zeitrahmen sagte er Mittwoch vor dem Parlament nichts.

Die Athener Regierung steckt derzeit mit den internationalen Gläubigern in Verhandlungen über ein Sparprogramm in Höhe von 13,5 Milliarden Euro über die nächsten zwei Jahre. Ein internationales Rettungsprogramm, nach dem das hoch verschuldete Land im Gegenzug für Reformmaßnahmen milliardenschwere Kredite erhält, sollte Ende 2014 auslaufen. Griechenland hatte um einen Aufschub von zwei Jahren gebeten.

Berlin bestätigt Aufschub nicht 

Die Bundesregierung will Berichte, wonach Griechenland mehr Zeit für Reformen eingeräumt wird, nicht bestätigen. „Wir warten auf den Troika-Bericht“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch. Auch der Sprecher des Finanzministeriums stellte klar: „Wir harren der Vorschläge.“ Es mache keinen Sinn, Zwischenstände abzurufen.

Die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwochausgabe) hatte berichtet, Athen werde nun doch mehr Zeit für die Reformen erhalten. Das Land solle die Neuverschuldung statt 2014 erst 2016 wieder unter die EU-Obergrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung drücken..

Die Troika aus Europäischer Zentralbank (EZB), der EU-Kommission und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) prüfen derzeit die Reformanstrengungen des hoch verschuldeten Landes.

dapd

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