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„Verschwörungstheorien sind zynisch“

Merkels letzte Neujahrsansprache: „Kann Ihren Schmerz nicht lindern“ - Corona-Aufgaben für 2021 gewaltig

Neujahrsansprache Bundeskanzlerin Angela Merkel
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht bei ihrer jährlichen Neujahrsansprache. Foto: Markus Schreiber/AP/Pool/dpa

Die Corona-Pandemie prägt auch die Neujahrsansprache von Angela Merkel (CDU): Mitgefühl für Trauernde, Absage an Verschwörungstheorien, Dank an die Bürger - und Hoffnung für 2021.

„Ich denke, ich übertreibe nicht, wenn ich sage: Nie in den letzten 15 Jahren haben wir alle das alte Jahr als so schwer empfunden“, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)* in ihrer Neujahrsansprache, die am Silvesterabend um 20.10 in der ARD* ausgestrahlt wird. Schon jetzt sind Teile ihrer Rede veröffentlicht. Demnach ist die Coronavirus-Pandemie* zentrales Thema ihrer Ansprache. Doch ihre Rede klingt auch versöhnlich, wenn sie sagt: „Und nie haben wir trotz aller Sorgen und mancher Skepsis mit so viel Hoffnung dem neuen Jahr entgegengesehen.“

„2020 war zugleich ein Jahr, in dem so viele über sich hinausgewachsen sind“, sagt Merkel. Sie spricht damit vor allem jene an, die das Leben in der Pandemie besonders geprägt haben: Ärzte und Pflegekräfte in Krankenhäusern, Pflegeheimen und anderen Einrichtungen und die Mitarbeiter der Gesundheitsämter - lobt aber auch auf „die Einsatzfreude unserer Bundeswehr“. Daneben gilt ihr Dank auch vielen anderen Berufsgruppen: „Unzählige Menschen haben dazu beigetragen, dass unser Leben trotz Pandemie weiter möglich war: in den Supermärkten und im Gütertransport, in den Postfilialen, in Bussen und Bahnen, auf den Polizeiwachen, in den Schulen und Kitas, in den Kirchen, in den Redaktionen“.

Merkel (CDU) bei der Neujahrsansprache: Verschwörungstheorien sind zynisch und grausam

„Am Ende dieses atemlosen Jahres heißt es auch, einmal innezuhalten - und zu trauern“, sagt Merkel* in sehr persönlichen Worten. „Wir dürfen als Gesellschaft nicht vergessen, wie viele einen geliebten Menschen verloren haben, ohne ihm in den letzten Stunden nah sein zu können. Ich kann ihren Schmerz nicht lindern. Aber ich denke an sie, gerade auch heute Abend.“

Und dann kommt sie auf Verschwörungstheorien zu sprechen, die in der Bevölkerung zirkulieren. Sie seien „angesichts der Verluste, der Trauer und der Nachwirkungen der Krankheit nicht nur unwahr und gefährlich, sie sind auch zynisch und grausam diesen Menschen gegenüber“, mahnte die CDU-Politikerin*.

In den Vordergrund rückt sie aber auch das Zusammenleben während der Pandemie und dass sich so viele diszipliniert gezeigt hätten: „Rücksichtnahme auf andere, die Einsicht, sich selbst auch einmal zurückzunehmen, das Bewusstsein von Gemeinsinn“ würden das Leben in einer „menschenfreundlichen Gesellschaft“ prägen.

Angela Merkels Neujahrsansprache: Die CDU-Kanzlerin blickt mit Hoffnung ins Jahr 2021

Es dürfte die letzte Neujahrsansprache Merkels* gewesen sein, denn 2021 wird auch das Jahr der Bundestagswahl sein - doch ein kleiner Einschub in ihrer Rede lässt aufhorchen*. Im Netz sind die Reaktionen auf ihre Silvesterrede gespalten. Merkel-Kritiker treffen auf Menschen, die die Ansprache nachdenklich stimmt und mit Sorge auf eine Zeit ohne Merkel blicken:

„Bei vielen Gewerbetreibenden, Arbeitnehmern, Solo-Selbstständigen und Künstlern herrschen Unsicherheit, ja Existenzangst“, meint Merkel mit Blick auf die von den Maßnahmen gegen Corona besonders Betroffenen. Auch wenn jetzt ein Impfstoff* gefunden sei, blieben die Aufgaben für 2021 „gewaltig“. Dafür wünscht sie allen abschließend „Gesundheit, Zuversicht und Gottes Segen für das neue Jahr.“ (dpa/kat) *Merkur.de und tz.de sind Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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