Neue Gesetze

Das ändert sich alles ab dem 1. Oktober: Ende der Leidenszeit für Gärtner

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Nach der Sommerpause können nun die Heckenscheren wieder aus dem Schuppen geholt werden.

Auch diesen Monatsanfang ändern sich wieder so einige Regelungen. Gute Nachrichten für Gärtner, Kleinunternehmen und Eltern.

München - Jeden Monatsanfang ändern sich viele Gesetze und Verordnungen. Auch beim Wechsel von September auf Oktober 2018 gibt es für die Deutschen einige Neuerungen zu beachten. Profitieren werden Kleinunternehmen und Gärtner, Eltern haben eine Sorge weniger - und Zeitarbeiter hoffen auf mehr Planungssicherheit.

Bessere Chancen für kleine Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen

Ob Kita-Essen, Wohnungs- und Straßenbau oder Müllentsorgung - wer sich um einen öffentlichen Auftrag bewirbt, wird das ab Oktober nur noch digital machen können. Das gilt sowohl für Ausschreibungen des Bundes, wie für Länder und Kommunen. Besonders für kleine Unternehmen soll so die Chance erhöht werden, den Zuschlag zu bekommen. Alle Bewerbungen, die nicht auf elektronischem Wege eingehen, werden dann nicht mehr berücksichtigt.

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Das Ende der Leidenszeit für Gärtner und Hobbygärtner

Ist dieser goldene Herbst nicht herrlich? Wer die letzten richtig warmen Tage des Jahres bequem auf dem Balkon genießen will, der sollte sich aber beeilen. Denn: Ab dem 1. Oktober könnte die Freude durch lärmendes Motorengeknatter gestört werden. Vom 01. März bis zum 30. September war es allen Gärtnern und Eigenheimbesitzern nämlich verboten, ihre Hecken zu schneiden. 

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Dieses Verbot endet zum neuen Monat und es ist nicht unwahrscheinlich, dass auch der ordnungsbewusste Nachbar die letzten sonnigen Tage nutzen will - um die wuchernde Hecke zurechtzustutzen. Das Verbot über die Sommermonate galt übrigens nicht dem Schutz sensibler Gehörgänge, sondern dem der Brutplätze von Vögeln.

Eine Sorge weniger für viele Eltern

Viele Eltern werden das kennen: Oft dient der Legostein oder der Playmobil-Polizist den Kleinen als Ersatz-Schnuller. Sorge Nummer eins: Das Kind könnte ein Plastikstück verschlucken. Und direkt dahinter: Sind die bunt-lackierten Spielelemente vielleicht sogar giftig? Zumindest die zweite Angst versucht die Europäische Union den Eltern nun zu nehmen. Die hat den Bleianteil-Grenzwert nämlich zum neuen Monat drastisch verschärft. Ab dem 01. Oktober wird in lackierten Plastik nur noch 23 Milligramm Blei pro Kilo enthalten sein dürfen - aktuell sind es noch 160 Milligramm.

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Bessere Bedingungen für Zeitarbeiter?

Klingt erstmal kompliziert: Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz. Seit April 2017 ist es bereits in Kraft, aber erst ab Oktober wird die sogenannte Höchstüberlassungsdauer greifen - sie wird 18 Monaten umfassen. Was heißt das jetzt? Hinter diesen abstrakten Begriffen verbergen sich Maßnahmen, die die konkrete Lebenswirklichkeit von Zeitarbeitern verbessern sollen. Zunächst erstmal durch die Gewissheit, 18 Monate in einem Arbeitsverhältnis bleiben zu können - das gibt zumindest etwas Planungssicherheit. Danach werden möglicherweise auch die Chancen steigen, vom Unternehmen einen festen Arbeitsplatz angeboten zu bekommen. Auf der anderen Seite drohen aber auch mehr Arbeitsplatzwechsel und ein größerer Organisationsaufwand für Personaler. Man wird sehen, was es bringt.

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bah

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