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Schule und Freibäder

Wann Smartphones verboten sind und wann nicht?

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Viele Freibäder verbieten das Fotografieren mit Smartphones. Das Telefonieren ist jedoch meistens erlaubt. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

In der Schule, im Schwimmbad oder Krankenhaus - Smartphones sind überall. Aber nicht überall sind sie auch gern gesehen. Wie verhalten sich Lehrer und Ärzte, wenn Klingeltöne summen oder Fotos entstehen?

Halle (dpa) - Fast jeder hat ein Smartphone und benutzt es auch. Ob telefonieren, Fotos machen oder mit dem Diktiergerät hantieren - die kleinen Allrounder können fast alles. In manchen Situationen stören sie aber auch oder sind sogar gefährlich.

Deshalb gibt es strenge Vorschriften in Freibädern, Gefängnissen und selbst Schulen, wie eine Umfrage ergab.

KRANKENHÄUSER: Die Kliniken regeln den Gebrauch von Smartphones individuell, wie eine Sprecherin der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt in Halle sagte. In den meisten Kliniken sei es gestattet, zu telefonieren oder Apps zu benutzen. Viele würden aber in kritischen Bereichen - wie etwa auf der Radiologie oder der Frühchenstation - die Handys verbieten. Denn dort stehe oft sensible Technik, so die Sprecherin.

UNIVERSITÄTEN: In den Hochschulen des Landes sind die Smartphones zwar gestattet, aber nicht in jeder Situation. "Handys bei Prüfungen auf den Tisch zu legen, geht gar nicht", sagte eine Sprecherin der Hochschule Harz in Wernigerode. Auch während der Vorlesungen lenken die kleinen Allrounder ab. Dozenten reagieren unterschiedlich, wenn ein Student doch mal sein Smartphone zückt. Einige unterbrechen die Vorlesung, andere ignorieren das Verhalten.

BÄDER: Viele Freibäder im Land verbieten das Fotografieren mit Smartphones. Das Telefonieren sei hingegen erlaubt, sagte eine Sprecherin der Bäder Halle GmbH. Deshalb würden die Mobiltelefone auch nicht an der Kasse eingezogen oder ähnliches. "Und natürlich dürfen Eltern ihre Kinder mal fotografieren", erklärte die Sprecherin weiter. Doch falls Fremde in den Fokus gerieten, griffen die Bademeister ein. Sie informierten die Besucher über das Verbot. "Die meisten reagieren darauf auch klasse", so die Sprecherin.

GEFÄNGNISSE: "Es gibt regelmäßig Kontrollen, bei denen speziell nach Handys gesucht wird", sagte der Sprecher des Justizministeriums, Detlef Thiel, in Magdeburg. Denn die Mobiltelefone sind in den Gefängnissen des Landes strikt verboten. Bei der Suche nach den Geräten sind ausgebildete Spürhunde behilflich. Im vergangenen Jahr fanden die Supernasen 30 Handys und Teile wie Sim-Karten. Selbst Beamte dürfen keine Smartphones oder Handys mit hinter Gittern nehmen. "Sie halten per Funkgerät Kontakt zueinander", so Thiel.

SCHULEN: Die Smartphone-Verbote werden nach Angaben des deutschen Verbands Bildung und Erziehung (VBE) individuell in den Schulen geregelt. An manchen Einrichtungen dürften die Schüler ihre Smartphones behalten, sogar in der Pause damit spielen, wie der VBE-Bundesvorsitzende Udo Beckmann sagte. An anderen Schulen herrsche ein striktes Verbot. Schüler, die sich daran nicht hielten, müssten damit rechnen, dass das Smartphone vorübergehend eingezogen wird, denn: "Handys haben im Unterricht ausgeschaltet zu sein, um die Unterrichtsabläufe nicht zu stören." Beckmann rät dazu, Regeln zur Handynutzung in einem Schulkodex festzuhalten. Mit dem Regelwerk könnten Erlaubnisse und Verbote transparent definiert werden.

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