Erhebung in den USA registriert anders als bei Frauen nachlassendes Interesse an Online-Communities

Studie: Männer haben weniger Lust auf Netzwerke

Eine Studie in den USA hat Hinweise auf ein zunehmendes Desinteresse an Sozialen Netzwerken und anderen Online-Communities ergeben - allerdings nur bei Männern.

Bei Frauen geht die Entwicklung gerade in die andere Richtung, wie die Erhebung von Forschern an der University of Southern California ergab. Für 2007 ermittelten die Wissenschaftler am Annenberg Center for the Digital Future, dass für 69 Prozent der Männer und 35 Prozent der Frauen - jeweils in der Altersgruppe bis zu 40 Jahren - Kontakte in Internet-Communities ebenso wichtig waren wie Kontakte im realen Leben. Inzwischen hat sich dies genau umgekehrt: Nur noch 38 Prozent der Männer, aber 67 Prozent der Frauen schätzen die Online-Kommunikation mindestens ebenso hoch ein wie den direkten Austausch von Angesicht zu Angesicht.

Frauen neigten dazu, neue Techniken langsamer anzunehmen als Männer, sagte der Wissenschaftler Michael Gilbert. Aber sobald sie dies hinter sich hätten, holten sie schnell auf und überträfen dann oft die Männer in ihrer Begeisterung. Während Frauen die Internet-Communities aus Interesse an sozialen Beziehungen nutzten, wollten Männer oft nur konkrete Informationen zum Beispiel über ein Hobby. Die Studie am Annenberg Center ist Teil einer umfassenderen Erhebung zu Gewohnheiten in der digitalen Welt und beruht auf der Befragung von 2000 Familien. (apn)

Zurück zur Übersicht: Netzwelt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser