Witwe von getötetem US-Soldaten

Schamlose Inszenierung oder emotionaler Höhepunkt bei Trumps Rede? 

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Die Witwe von William Ryan Owens zeigte sich tief bewegt. 
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Washington - Die Witwe des US-Soldaten konnte ihre Tränen nicht mehr zurückhalten - vor Trauer über den Tod ihres Mannes, aber auch vor Stolz auf die Würdigung seiner Leistung.

US-Präsident Donald Trump erwähnte in seiner ersten Rede vor dem Kongress den Tod des Soldaten William Ryan Owens. Er ist der erste Soldat, der bei einer von Trump angeordneten Militäroperation ums Leben kam. Der Navy-Seal wurde getötet, als er in einer Geheimoperation im Januar im Jemen beim Angriff auf ein Al-Qaida-Lager beteiligt war. 

Der Einsatz, bei dem auch rund 30 Zivilisten ums Leben kamen, darunter auch Frauen und Kinder, wurde anschließend scharf kritisiert. Der Vater des Getöteten warf Trump vor, sich hinter seinem Sohn zu verstecken, um eine Ermittlung zu der Operation zu verhindern. Geplant wurde die Operation noch unter der Vorgängerregierung, genehmigt allerdings durch Donald Trump kurz nach der Amtseinführung.

Sichtlich bewegt zeigte sich nun Owens Witwe, dass der ganze Kongress aufstand und minutenlang applaudierte. Am Ende lächelte Trump ihr zu und sagte in Anspielung auf den langen Applaus: "Ryan schaut gerade auf uns herab ..., und er ist sehr glücklich, weil er gerade einen Rekord gebrochen hat." Zuvor bezeichneten er den Soldaten als "Helden", der die Nation vor Terrorismus beschützen wollte. 

Kritiker nennen Ehrung "schamlos"

Kritiker im Netz werfen Trump nun vor, die Witwe für seine eigenen politischen Zwecke ausgenutzt zu haben. Die Ehrung sei eine Inszenierung und Manipulation gewesen. Er wolle damit nur die Kritik am gescheiterten Militäreinsatz verstummen lassen. 

Steve Chapman, ein Kolumnist der "Chicago Tribune", nannte die Ansprache beispielsweise "schamlos":

Quelle: rosenheim24.de

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