Produktion im Oktober 2016 beendet

Galaxy Note 7: Bringt Samsung das Pannen-Smartphone zurück?

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Das Samsung Galaxy Note 7.

Seoul - Samsungs Pannen-Smartphone Galaxy Note 7 könnte nach Klärung der Gründe für die Akku-Brände nun doch wieder auf den Markt zurückkehren.

In einigen Regionen können die Telefone mit Zustimmung der Regulierungsbehörden als runderneuerte oder Leih-Geräte wieder angeboten werden, teilte der Smartphone-Marktführer aus Südkorea am Montag mit. Länder und Zeitplan sollen später bekanntgegeben werden.

Das Galaxy Note 7 hatte Samsung ein im Smartphone-Markt beispielloses Fiasko eingebracht. Nach Akku-Bränden gab es im vergangenen Herbst erst eine weltweite Rückruf-Aktion - und dann mussten auch noch vermeintlich sichere Ersatzgeräte wieder eingezogen werden, weil auch sie Feuer fingen. Samsung führte die Brände nach einer monatelangen Untersuchung auf Design- und Produktionsfehler bei den Akkus zurück. Die Geräte selbst waren damit entgegen zwischenzeitlichen Zweifeln doch fehlerfrei - was einen Weg für ihre Rückkehr auf den Markt eröffnen könnte.

Rund vier Millionen Geräte zurückgenommen

Samsung hatte rund vier Millionen Geräte zurückgenommen, die als Gefahrengut transportiert worden waren. Der Image-Schaden war beträchtlich - so wurde in Flugzeugen monatelang darauf hingewiesen, dass Geräte des Modells nicht mitgeführt werden dürften. Die Belastung durch das Debakel für das operative Geschäft bezifferte Samsung auf umgerechnet rund fünf Milliarden Euro.

Die Ankündigung kommt zu einem überraschenden Zeitpunkt: Am Mittwoch will Samsung sein neues Flaggschiff-Modell Galaxy S8 vorstellen (tz.de berichtete) und kann eine Erinnerung an die Probleme mit dem Note 7 eigentlich schlecht gebrauchen. Zugleich hatte es in den vergangenen Wochen immer wieder Kritik von Umweltschützern gegeben, die sich daran störten, dass die Millionen von Geräten verschrottet werden sollen.

dpa

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