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Router im Test: Mit welchem Gerät Sie am schnellsten online gehen

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Und hopp! So ein schnelles Internet wünscht sich jeder. Klappt aber nicht immer. Lesen Sie, wie die Stiftung Warentest Router bewertet. Den Router zu wechseln, lohnt sich. 

Wenn das Internet zu Hause nur lahm vor sich hin zuckelt – dann kann das an einer zu langsamen Leitung liegen oder auch am Router, der die Verbindung ins Netz herstellt. Wie groß die Unterschiede sind, hat nun die Stiftung Warentest festgestellt, die zwölf Router unter die Lupe nahm. 

Der Testsieger des Berliner Herstellers AVM, die Fritz!Box 7580 (270 Euro), kam auf die überzeugende Note 1,6. Die Router, die viele Provider ihren Kunden zur Verfügung stellen, schnitten dagegen deutlich schlechter ab, beispielsweise der Kabelrouter von Vodafone mit einer gerade noch befriedigenden 3,4. Ergebnis: Es lohnt sich für viele Internetnutzer, den Router zu wechseln und gegen ein schnelleres Gerät auszutauschen, das zudem mehr Komfort bietet. 

Die Testsieger kamen einmal mehr von AVM. Neben der Fritz!Box 7580, die bei den DSL-Anschlüssen vorne lag, ist fürs Kabel-Internet die Fritz!Box 6490 Cable (185 Euro) mit der Note 1,8 die erste Wahl. Fazit von Warentest: „Wie im Vortest 2014 sind die AVM-Geräte klare Sieger. Sie liegen in den Urteilen Sicherheit, Handhabung und Vielseitigkeit vor der Konkurrenz.“ Die sonst so seriösen Tester lassen sich sogar zu einem Ulk hinreißen: „Fritz fischt frische Testsiege.“ 

Der Preis-Leistungs-Tipp im Bereich DSL kam allerdings nicht vom doch recht teuren Berliner Hersteller, sondern von TP-Link aus China. Das Modell Archer VR600v kostet nur um die 110 Euro, überzeugte mit Note 2,2 dennoch beim Tempo und bei der Vielseitigkeit. Die besten Router bieten interessante Extra-Funktionen. Sie ermöglichen beispielsweise von unterwegs den sicheren Zugriff aufs eigene Heimnetzwerk – um ein Dokument oder Fotos abzurufen, die zu Hause auf der Festplatte liegen. Zum Standard eines aktuellen Routers gehört mittlerweile auch der Gastzugang. Besucher können sich damit sehr komfortabel ins WLAN-Netz einwählen. Hier akzeptiert beispielsweise der Telekom Speedport W 922V (150 Euro), der mit der Note 2,6 insgesamt befriedigend abschnitt, nur Telekom-Kunden als Gäste – sehr unpraktisch! 

Der Umstieg auf ein Top-Gerät lohnt sich vor allem für Internetnutzer, deren Router mit Vertragsabschluss vom Provider zur Verfügung gestellt wurde. Die Firmen setzen hier meist Billiggeräte wie die Vodafone Easybox oder die O2 Homebox ein, die bei der Stiftung Warentest nicht überzeugen konnten. Die O2 Homebox kann beispielsweise als einziger DSL-Router im Test kein Gäste-WLAN aufbauen. Und an die Vodafone Easybox lässt sich kein Schnurlostelefon direkt anschließen, die Konkurrenz akzeptiert dagegen bis zu sechs Telefone. 

Kunden müssen nicht den Billig-Router des Internetanbieters nehmen

Seit der Aufhebung des „Routerzwangs“ 2016 können Kunden stattdessen einen eigenen Router verwenden. Der Provider muss dann die Zugangsdaten ins Internet zur Verfügung stellen. Von den Routern, die die Provider einsetzen, konnte nur der 1&1 Homeserver Speed mit der Note 1,7 überzeugen. Kein Wunder: Er ist baugleich mit der Fritz!Box 7560, die für 160 Euro im Handel ist.

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