Empörung über Fluggesellschaft im Netz

Rollstuhlfahrerin darf nicht mitfliegen - so rechtfertigt sich Ryanair

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Dublin - Eine mutmaßliche Benachteiligung einer körperlich behinderten Frau sorgt auf den britischen Inseln für Schlagzeilen. 

Zunächst zu den unbestrittenen Fakten: Die Studentin Niamh Herbert durfte ihren Flug von Dublin nach London nicht antreten. Mitarbeiter von Ryanair hatten sich geweigert sie mitzunehmen, obwohl sie ein gültiges Flugticket besaß. 

Weil die 20-Jährige zu diesem Zeitpunkt für den Account @ireland mit fast 50.000 Followern twitterte, bekam der Fall rasch eine große mediale Aufmerksamkeit und wurde zu einem Skandal. 

Studentin twitterte: Ich kann nicht aufhören zu weinen

Herbert behauptet, dass sie zunächst 15 Minuten auf Hilfe beim Boarding warten musste und anschließend Ryanair-Mitarbeiter sie gefragt hätten, ob sie nicht einfach die Stufen hochlaufen könnte. 

Aufgelöst sei sie am Airport zurückgelassen worden: "Die Flugbegleiter kümmern sich nicht um mich. Sie lassen mich hier am Gate 104 sitzen, während ich nicht aufhören kann zu weinen", twitterte.

Das sagt Ryanair zu den Vorwürfen

Nun rechtfertigte sich Ryanair dafür, dass die junge Rollstuhlfahrerin am Boden bleiben musste. 

"Wir bedauern die Unannehmlichkeiten, aber diese Kundin kam 13 Minuten vor dem Abflug zum Gate und hatte keinen Rollstuhl-Service gebucht", teilte Robin Kiely, der Sprecher der Fluggesellschaft, in einem Statement mit. 

Niamh Herbert liefert eine andere Version der Geschichte: Sie habe den Rollstuhlservice sehr wohl bestellt, den ursprünglichen Flug aber umgebucht. Sie sei davon ausgegangen, dass die Fluggesellschaft die ursprünglichen Buchungsinformationen automatisch auf den nächsten Flug übertrage.

Aus Kulanz - oder unter Klageandrohung?

Und auch bei einer anderen Frage gibt es zwei unterschiedliche Versionen. Ryanair sagt, man habe der Kundin aus  Kulanz den nächsten verfügbaren Flug nach London gebucht - ohne zusätzliche Kosten. Die Studentin behauptet dagegen, die Umbuchung sei erst erfolgt, nachdem sie mit einer Klage gedroht hätte. 

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Twitter/ireland

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