Außergewöhnlicher Facebook-Post 

Auswärtiges Amt geht gegen "Fake News" der AfD vor

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Berlin - Das Auswärtige Amt ist auch auf Facebook aktiv. Über 200.000 Nutzer verfolgen die Beiträge des Ministeriums. Am Montag kam es dort zu einem ungewöhnlichen Vorgang. 

"Achtung Fake News" schrieb das Außenministerium am Montagmittag und informierte auf Facebook über eine angebliche Reisewarnung für Schweden, die von mehreren AfD-Verbänden verbreitet wurde. Dort lief die Meldung unter der Überschrift "Trump hatte recht" - eine Anspielung auf den viel diskutierten Schweden-Tweet des US-Präsidenten

Das Amt setzte damit auf ein offensives Vorgehen gegen "Fake News" und verlinkte sogar explizit zwei AfD-Kreisverbände (Geiz-Altenburg und Stormarn) sowie den Landesverband Berlin, die diese Nachricht verbreitet hatten. 

Auch auf fragwürdigen rechten "Nachrichtenseiten" und Blogs wie zuerst.de wurde die falsche Meldung gestreut. In der dortigen Meldung hieß es: "Am 1. März 2017 gab das Auswärtige Amt – von der Öffentlichkeit völlig ignoriert – aktualisierte Sicherheitshinweise heraus: und zwar für Schweden!"

Völlig aufgebauscht, wie das Auswärtige Amt auf Facebook aufklärt. Die einzige Änderung der Sicherheitshinweise für Schweden in jüngster Zeit bezieht sich auf das Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit. 

In dem Facebook-Beitrag des Auswärtigen Amtes heißt es, dass es keine Reisewarnung für das skandinavische Land gibt. Seit einem Jahr weise das Ministerium lediglich auf die Terrorwarnstufe 3 hin ("erhöhte Gefahr"), die zuletzt allerdings im März 2016 von 4 ("hohe Gefahr") auf 3 herabgesetzt wurde. Diese Warnstufen werden vom schwedischen „Nationalen Zentrum für die Einschätzung terroristischer Bedrohungen“ festgelegt.

"Tut uns leid, falls das weniger interessant klingt"

Ironisch heißt es zum Abschluss des Beitrags: "Richtig müsste die Meldung also lauten: 'Das Auswärtige Amt hat vor einem Jahr darauf hingewiesen, dass die schwedische Regierung die Terrorwarnstufe herabgesetzt hat.' Tut uns leid, falls das weniger interessant klingt."

Quelle: rosenheim24.de

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