Neues VR-Schockvideo von Peta geht viral

Nach Gespräch mit Labor-Hasen - Wer hat da noch Lust auf Fleisch? 

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Mit der bedrückenden Hautnah-Erfahrung des VR-Videos will Peta über das Schicksal von Tieren in Gefangenschaft aufmerksam machen.
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Netzwelt - Die umstrittenen Tierschutzorganisation macht wieder einmal mit einer extremen Aktion auf das Leid von Labortieren aufmerksam. Am Ende fließen sogar Tränen:

Das Virtual-Reality-Video auf der Facebookseite von Peta beginnt noch ganz unschuldig. Die Zuschauer sind völlig entspannt. Auf einmal springt ein Hase auf einen Hocker und begrüßt seinen Gegenüber. "Hallo, hast du Lust, dich ein bisschen mit mir zu unterhalten?", fragt das virtuelle Tier. 

Aber mit Höflichkeitsfloskeln hält sich Meister Lampe nicht lange auf: "Was bedeutet denn für dich Freiheit?" Die Antworten der Teilnehmer sind sich ähnlich - sie fühlen sich frei, wenn sie selbst über sich entscheiden können, oder frische Luft atmen können.

Immer noch entspannt führt der Hase die Zuschauer auf eine virtuelle sommerliche Waldlichtung. Sonnenstrahlen brechen golden durch die Bäume und Vögel zwitschern. 

Tiere hinter Gittern

Mit der Idylle ist jedoch schnell vorbei. "Was denkst du, wie viele von uns Tieren kennen diese Freiheit?", lautet die nächste Frage. Die Probanden wissen, auch in Deutschland leben Tiere in Gefangenschaft. Über die genaue Zahl herrscht jedoch Ratlosigkeit. "In Deutschland leben rund eine Milliarde Tiere in Gefangenschaft", klärt der tierische Gesprächspartner auf. 

Unbehagliches Schweigen breitet sich bei den Männern und Frauen aus. Sofort wird es brutal. Kalte Gitterstäbe versperren die Sicht, Blitzlicht-Stakkato erfüllt den auf einmal dunklen Raum. Die Entspannung, sie ist weg. "Stell dir vor, das ist dein Leben. Tagein, tagaus.", sagt der Hase. Die Zuschauer kämpfen offensichtlich mit ihren Emotionen. "Das ist schlimm", meint ein Mann.

"Ohne Opfer keine Ergebnisse"

Plötzlich wird der Raum gleißend hell. Der VR-Zuschauer sitzt offensichtlich in einer Plastikbox in einem Labor. Verschwommen hört man, wie ein Forscher sarkastisch sagt: "Gehen Sie jetzt auch unter die Peta-Aktivisten? Ohne Opfer keine Ergebnisse!

Und die Zukunftsaussichten sind alles andere als rosig. Denn fest steht, das nächste Opfer ist man selbst. Dieses Mal führt und das Video jedoch nicht in ein Labor, sondern in ein Schlachthaus. Kacheln sind von den Wänden geplatzt und auf dem Boden sehen wir eine Blutlache. Durch die verschlossene Stahltüre dringt verängstigtes Schweine-Quieken - wie im Horrorfilm. "Oh, Gott! Mir ist schlecht", sagt eine Zuschauerin. 

Dann die unvermeidliche Frage des Hasen: "Isst du Fleisch?" Und natürlich sind alle Teilnehmer Fleischkonsumenten. Entsprechend pathetisch geht es, von sanfter Musik untermalt, weiter. Die Teilnehmer sind sich einig, dass mehr für den Tierschutz getan werden muss. "T iere brauchen Fürsprecher", meint eine Frau.

Hautnahe Erfahrung als Motivation

Die Idee zu dem Virtual Realtiy, komme aus der Neugierde der Menschen für diese neue Art der Kommunikation, so die Peta-Gründerin Ingrid Newkirk im Interview mit bild.de. Sei sei davon überzeugt, dass die Organisation durch die hautnahe Erfahrung Menschen zum Umdenken im Umgang mit Tieren bewegen könne.

Und die Reaktionen in den Sozialen Netzwerken scheint der Idee Recht zu geben. "Ich bin schon lange vegan und h abe schon viel gesehen. Trotzdem musste ich weinen, als ich mir das angeschaut habe.", schreibt eine Facebook-Userin. "Richtig so..berühre die Seele eines Menschen...und er versteht...so hoffe ich doch", kommentiert eine andere Frau. 

kil

Quelle: rosenheim24.de

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