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Bei Straßenumfrage zur Bundestagswahl 2021

Neonazi kommt in ZDF-Sendung zu Wort: „Wie kann das passieren?“

Das ZDF hat in einer Straßenumfrage einen verurteilten Neonazi befragt.
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Das ZDF hat in einer Straßenumfrage einen verurteilten Neonazi befragt.

In Zuge einer Straßenumfrage hat das ZDF sich bei zufällig ausgesuchten Bürgern nach ihrer Einschätzung zur Wahl umgehört. Problem dabei: Sie interviewten auch einen verurteilten Neonazi.

Berlin - Laut Angaben des ZDF sei den Reportern nicht bewusst gewesen, dass es sich um einen Neonazi handelt. „Dass es sich bei einem von ihnen um einen wegen Volksverhetzung verurteilten Neonazi handelt, konnte die Redaktion nicht erkennen. Seine Äußerung war unauffällig“, teilte der öffentlich-rechtliche Sender am Montagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die Umfrage war in der Sondersendung „ZDF-Spezial“ gesendet worden. Am Anfang der Ausgabe wurde die Straßenumfrage eingeblendet, in der sich mehrere Bürger zum Wahlausgang äußerten. Der Neonazi betonte, dass er einigermaßen froh sei, dass es nicht Rot-Rot-Grün geworden sei. In den sozialen Medien wurde die Ausstrahlung der Umfrage mit Entsetzen aufgenommen. Ein User schrieb: „Alter Schwede, wie kann das passieren?

Ein anderer fragte sich: „Gehören Holocaustleugner jetzt zum normalen Befragtenkreis? Mir unerklärlich warum sowas nicht auffällt!“

Bei dem Mann handelt es sich um einen der bekanntesten Verbreitern neonazistischer Ansichten. Von 2017 bis 2019 hatte der Neonazi einen Youtube-Kanal betrieben.

In diesem kamen unter anderem Holocaustleugner und Reichsbürger zu Wort. Außerdem wollte er die Zuschauer über eine „jüdische Weltverschwörung“ aufklären. Bei der Demo von Corona-Leugnern im August 2020 in Berlin, als rund 300 Demonstranten versuchten, den Reichstag zu stürmen, war der Mann ebenfalls zugegen. Vielfach für Aufsehen sorgten seine Videos, bei denen er Schüler, die KZ-Gedenkstätten besuchten, beschimpfte.

Wegen seiner Ansichten, die er auf Youtube verbreitete, war der selbsternannte „Volkslehrer“ aus dem Berliner Schuldienst entlassen worden.

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fgr/dpa

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