Viraler Hit auf YouTube

Muslime teilen weltweit dieses Anti-Terror-Video

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Der Selbstmordattentäter im Clip - am Ende kommt er zur Einsicht. 
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Im muslimischen Fastenmonat Ramadan herrschte in den vergangenen Jahren kein Frieden - im Gegenteil.

Besonders in diesem "heiligen" Zeitraum kam es in den letzten Jahren vermehrt zu Anschlägen. Terroristen wollen keine innere Einkehr, Eintracht und Versöhnung - sie wollen Unruhe und Hass säen. 

Nun geht im arabischen Raum ein Musikvideo viral, das dagegen ein Zeichen setzen will. Fast drei Millionen Menschen haben es auf der Videoplattform YouTube schon angeklickt. 

Liebe statt Terror

Ein Schauspieler, verkleidet als Selbstmordattentäter, wird in dem Clip von Zivilisten in die Enge getrieben. Man sieht einen demolierten Bus und blutverschmierte Gesichter. Szenen wie nach Anschlägen. 

In einer Einstellung wird gezeigt, wie ein Muslim offenbar mit einem Europäer in Dialog tritt. Im Hintergrund sieht man den Anfang des 256. Koranverses der zweiten Sure: "In der Religion gibt es keinen Zwang." Der Vers gilt als Beleg für die religiöse Toleranz im Islam. 

Im Song des Popstars Hussein al-Jasmi aus den Vereinigten Arabischen Emiraten wird dazu aufgerufen, Gott mit Liebe zu verehren - nicht mit Terror oder Hass. Morden sei im Islam verboten, daran erinnert al-Jasmin wenn er singt: "Du kommst im Namen des Todes, aber Gott ist der Schöpfer des Lebens". 

Gepostet wurde der Song auf der YouTube-Seite der kuwaitischen Mobilfunkgesellschaft Zain.

Im Wettbewerb mit dem IS

Das aufwändig produzierte Video, mit dem eine Friedensbotschaft im Netz verbreiten werden soll, tritt in den Wettbewerb mit den Social Media-Aktivitäten des Islamischen Staates. Der IS richtet sich immer wieder mit Videos an junge Menschen und propagiert einen angeblich heldenhaften Kampf und Tod im Dschihad.

Im Netz wurde das Video positiv aufgenommen und ging rasch viral. Kritisiert wird jedoch, dass im Video auch ein Bub gezeigt wird, der aussieht wie der verletzte Junge aus Aleppo. Er wurde zum Sinnbild für die Schrecken des Krieges. Allerdings war er kein Opfer von Islamisten, sondern eines Luftangriffes des syrischen Diktators Assad. 

Quelle: rosenheim24.de

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