Sie wurde in NRW verurteilt

Nacktauftritte und schmutzige Briefe: 76-Jährige stalkt Pfarrer 18 Jahre lang

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Die 76-Jährige wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.
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Meschede - 18 Jahre lang stalkte eine Frau den katholischen Pfarrer einer Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, zeigte sich ihm nackt und schickte obszöne Briefe. Nun wurde sie von einem Gericht verurteilt.

Für einen katholischen Gemeindepfarrer in Nordrhein-Westfalen wurde der Liebeswahn einer 76-jährigen Verehrerin zum echten Albtraum. Seit unglaublichen 18 Jahren wird der heute 65-jährige Pfarrer nun schon von Christel G. gestalkt, berichtet Bild.de. Sie präsentierte sich ihm splitterfasernackt in seinem Garten, schrieb ihm obszöne Briefe und versuchte sogar während des Gottesdienstes dem Objekt ihrer Begierde näher zu kommen. 

Am Montag, den 18. November, wurde sie nun vom Amtsgericht Meschede zu neun Monaten Haft, ausgesetzt auf zwei Jahre zur Bewährung, verurteilt. Bereits zuvor hatte es zwei Gerichtsprozesse wegen des Stalkings der Frau gegeben, beide Male wurde sie freigesprochen, weil ein Gutachter ihr "Liebeswahn" attestierte.

Weil ein bekannter Psychiater die Frau aber für schuldfähig hielt, kam es erneut zum Prozess. Die Frau leide zwar an einer Persönlichkeitsstörung, nicht aber an Wahnzuständen, versicherte er im Prozess.

Dem aktuellen Prozess zu Grunde lagen drei konkrete Vorfälle. Im November 2017 sei die damals 74-Jährige im Pfarrgarten aufgetaucht, habe sich den Mantel aufgerissen, unter dem sie nackt war, und sich vor dem Pfarrer mehrfach in den Schritt gefasst. 2018 habe sie dann wieder im Garten gestanden und einen Tanz aufgeführt, mit nacktem Oberkörper, so die Staatsanwaltschaft. Zuletzt habe sie anstößige Dekorationen verteilt, so zum Beispiel Gurken, mit Ballons, die an dem Gemüse befestigt wurden. 

Für den Pfarrer war das letztlich zu viel. Psychisch und körperlich sei das Verhalten seiner Verehrerin einfach unerträglich, er lebe in ständiger Angst, der Frau zu begegnen. Er ekle sich richtig, wolle sich am liebsten dauernd die Hände fassen. Das sei unzumutbar. Man könne sich diese Anspannung, die nun schon 18 Jahre andauere nicht vorstellen, so die Staatsanwaltschaft. 

jv

Quelle: rosenheim24.de

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