Neues Microsoft-Update

Mehr Transparenz und Datenschutz bei Windows 10

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Ab dem 11. April stellt Microsoft für Windows 10 ein neues Update bereit. Es soll das Vornehmen der Datenschutzeinstellungen erleichtern. Foto: Andrea Warnecke

Microsoft erweitert bei Windows 10 die Datenschutzfunktionen. So erhalten Nutzer einen besseren Überblick über die Daten, die der Rechner bei seinen Prozessen erhebt.

München (dpa) - Bei seinem "Creators Update" für Windows 10 legt Microsoft ein besonderes Augenmerk auf Transparenz und den Schutz der Privatsphäre. Erstmals zeigt das Betriebssystem detailliert in einer Liste an, welche Daten bei der Nutzung des Computers gesammelt werden.

Datenschutzeinstellungen lassen sich nun über ein einheitliches Menü vornehmen. Das "Creators Update" ist ab dem 11. April weltweit offiziell verfügbar, lässt sich aber bereits herunterladen.

Zudem hat Microsoft seine Datenschutzerklärung aktualisiert und mit erklärenden Kurzbeschreibungen sowie zusätzlichen Informationen ergänzt. Mit dem neuen Update will Microsoft die Menge der für Diagnose und reibungslose Nutzung des Systems erhobenen Daten um die Hälfte reduzieren. Microsoft war wegen der Datensammlung und schwachen Privatsphäre-Einstellungen bei Windows 10 sowie der Update-Politik des Unternehmens von Nutzern und auch von der amerikanischen Bürgerrechts-Organisation EFF scharf kritisiert worden.

Nach Angaben von Microsoft reduzieren sich die Sicherheitsprobleme mit Windows 10 um 33 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion mit Spionagesoftware soll um rund 58 Prozent niedriger ausfallen als noch bei Windows 7. Laut StatCounter ist Windows 10 in Deutschland mit 43,28 Prozent das am weitesten verbreitete Betriebssystem, in vielen Unternehmen ist jedoch noch immer die Vorvor-Version Windows 7 im Einsatz.

Das "Creators Update" ist das dritte größere Update für das rund eineinhalb Jahre alte Windows 10. Im Fokus der Veränderungen hat Microsoft auch neue Funktionen für Kreative gestellt wie etwa die Gestaltung von dreidimensionalen Objekten oder Mixed Reality.

Kritik der EFF

Bericht TheNextWeb

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