jawoi gmiatlich - so geht's!

Tipps und Tricks für den eigenen Greenscreen

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jawoi gmiatlich - In Hollywood wird er mittlerweile in beinahe jeder Produktion verwendet, doch im Grunde kann ihn jeder in seinen Videos nutzen: Wie auch Ihr einen Greenscreen selber machen könnt:

Beim Film ja fast schon ein Muss, doch auch bei kleineren Produktionen und auf YouTube immer wieder gern gesehen. Egal ob für einen abwechslungsreichen Hintergrund, wie in meinen Videos, oder für Effekte und Co. in aufwendigeren Produktionen, ich zeige Euch heute, wie Ihr mit ein paar Handgriffen und der richtigen Technik jede beliebige Szene verändern könnt.

Alles was Ihr neben einer Kamera für diese Aufnahmen braucht, ist ein wenig Licht und ein grünes Tuch. Doch warum muss es immer diese spezielle Farbe sein? Dazu steige ich einfach ein wenig in die Technik ein. Das Verfahren, um das es heute geht, wird auch als Chroma Keying oder Color Keying bezeichnet. Also ein Effekt, der meistens so auch in den entsprechenden Nachbearbeitungsprogrammen benannt wird. Wir lassen unseren Computer also das Bild analysieren und eine ganz bestimmte Farbe abziehen. Und eben diese Farbe ist in den meisten Fällen grün oder blau. Warum? Weil sich eben diese Farben vom Ton Eurer Haut, die wir ja in den Aufnahmen behalten wollen, sehr stark unterscheiden. Ein kleines Vorsicht am Rande: Solltet Ihr blaue Augen haben, dann empfehle ich den grünen Hintergrund, sonst kann es passieren, dass auch Eure Augen herausgerechnet werden.

Was muss ich beim Greenscreen beachten?

Ich empfehle mindestens drei Lampen, um den Greenscreen ordentlich auszuleuchten - je mehr aber, desto besser!

Den Prozess bezeichnet man auch als "Freistellen", dieser Begriff ist beinahe selbst erklärend, wird ja der Hintergrund abgezogen und durch eine Transparenz ersetzt. Euer Motiv steht als frei im Raum. Noch ein Tipp hier: Achtet natürlich auch auf Eure Kleidung. Da Ihr im Schnitt meist eine gewisse Toleranz für die Farbe vergeben muss, kann es auch sein, dass ein anderes Grün als das des Hintergrunds wegfällt. Also einfach keine grünen Klamotten, außer Ihr wollt nur den Kopf stehen lassen.

Ein kurzer Exkurs zum Thema Licht an dieser Stelle und Apropos Toleranz: Am Computer wählt Ihr später die Farbe direkt aus, die aus den Aufnahmen herausgerechnet werden soll. Wirft nun entweder Ihr selbst oder ein anderer Gegenstand einen Schatten auf das grüne Tuch im Hintergrund, ist dieser Bereich selbstverständlich dunkler. Es kann vorkommen, dass Euer Schnitt- oder Nachbearbeitungsprogramm diese Farbe nicht mehr erfassen kann. Hier kommt der sogenannte Toleranzwert ins Spiel. Er gibt an, welche Farbnuancen noch gekeyt werden sollen. Abhilfe für dieses Problem schafft eine ordentliche Ausleuchtung.

Im Schnittprogramm ist das Keying schließlich kinderleicht!

Ich empfehle mindestens drei Lampen, eine jeweils links und rechts, die beide direkt auf den Screen gerichtet sind, und eine Lampe frontal auf das, was vor der Leinwand geschieht. So vermeidet Ihr lästige Schatten und seid gleichzeitig selbst noch ganz passabel ausgeleuchtet. Wer möchte kann dann natürlich beispielsweise noch eine Spitze von hinten hinzufügen, das wirkt nochmal einen Ticken schöner!

Habt Ihr schließlich Eure Aufnahmen gemacht, geht's an die Nachbearbeitung. Ich zeige Euch im Video am Beispiel von Adobe Premiere, wie ihr schnell und komfortabel Euer Bild keyen könnt. Packt Euren Clip in die Timeline und stattet ihn einfach mit dem Effekt Color-Key aus. In den Einstellungen wählt Ihr nun ganz simpel die Farbe des Hintergrunds mit dem Pipetten-Werkzeug aus. Nun beginnt die Feinarbeit. Verändert dazu die drei Werte Toleranz, Kantenbreite und Weiche Kanten und Ihr könnt erkennen, wie der grüne Hintergrund immer mehr verschwindet. Im Laufe der Zeit bekommt Ihr sicher ein Gespür dafür, welche Werte zu den besten Ergebnissen führen.

Jetzt seid Ihr gefragt!

Und nun ist Eurer Kreativität keine Grenze mehr gesetzt. Alle Ebenen, die unterhalb Eurer gekeyten Spur liegen, werden nur noch vom ausgewählten Motiv überdeckt.

Schaut doch auch auf meinem YouTube-Kanal vorbei, lasst mir ein Abo, einen Daumen nach oben auf dem Video und auch gerne Eure Meinung in den Kommentaren da. Soll ich Euch demnächst ein paar Tutorials zu Photoshop, Premiere oder After Effects bringen? Ich freue mich auf Eure Anregungen und bis dahin: Bleibt's gmiatlich!

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © sl/pa

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Jahrgang 1983. Seit 2013 bei OVB24. Head of Video & Chef-Reporter. Auch in der Freizeit auf der Suche nach dem perfekten Motiv.
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