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Perspektive & Einstellung - Mehr Kreativität für Eure Bilder

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Rosenheim - Neben den Gestaltungsregeln wie dem Goldenen Schnitt und der Diagonal-Methode gibt es auch noch weitere Tipps & Tricks für Eure Bildgestaltung. Heute: Perspektive & Einstellung:

Nach einem kurzen Blick auf Gestaltungsgrundsätze wie den Goldenen Schnitt, die Drittel-Regel und auch die Diagonal-Methode geht es heute weiter mit den Schlagworten Perspektive und Einstellungsgrößen. Viel Spaß beim Gucken!

Zuerst, wie gewohnt, eine kurze Begriffserklärung und ein Aufräumen mit Missverständnissen: Unter Perspektive versteht man wirklich nur den Blickwinkel auf ein Motiv. Die Einstellung oder auch der Bildausschnitt beschreiben eher das, was im fertigen Bild zu sehen ist und wie nah Ihr eurem Objekt dabei kommt. Alle Begriffe, die ich Euch im folgenden erklären möchte dienen einfach dazu, die Vorstellung in Eurem Kopf in Worte zu fassen. Und natürlich gilt auch hier wieder, dass die gezeigten Bilder lediglich als Leitfaden dienen sollen und nicht als in Stein gemeißelte Regeln.

Unter- oder Obersicht?

Werden Kinder aus der Obersicht fotografiert, wird die geringere Größe nochmals verstärkt

Grundsätzlich wird bei der Perspektive oder auch dem Blickwinkel zwischen zwei Varianten unterschieden: Der Ober- und der Untersicht. Die Grenze bildet, zumindest bei Personen, die Höhe der Augen, die sogenannte Sichtlinie. Beide Perspektiven haben dabei eine andere Wirkung auf den Zuschauer. So wird oft beobachtet, dass untersichtige Bilder das Motiv größer erscheinen lassen. Das hat natürlich auch, wenn ich mich bewusst für diesen Blickwinkel entscheide, weitere, psychologische Auswirkungen. Eine Person aus der Untersicht kann mächtiger, dominanter oder auch bedrohlicher wirken.

Umkehrt dann natürlich bei der Obersicht. Das Extrem bildet hier die Vogelperspektive. Alles wirkt kleiner, unwichtiger oder auch minderwertiger. Beide Effekte können beispielsweise noch durch den Einsatz von Weitwinkel-Objektiven oder einer sehr geringen Brennweite, noch verstärkt werden. Zusätzlich sei hier nur kurz der sogenannte "Tilt-Shift" angesprochen. Weißt Euer Bild links und rechts, oder auch oben und unten, Unschärfe auf, wirken Landschaften teilweise schon wie Miniaturen.

Einstellungsgrößen: Von der Totalen zum Detail

Die Untersicht lässt Motive deutlich größer wirken

Zusätzlich zur Perspektive habt ihr bei Euren Aufnahmen natürlich auch immer die Wahl, wie weit Ihr Euch von Eurem Motiv entfernen wollt. Auch hier gilt wieder der Grundsatz, dass diese Entscheidung bewusst getroffen werden sollte. Eine Entscheidung die ganz elementar davon abhängt, was ihr in Eurem Bild transportieren wollt.

Die weiteste Aufnahme ist dabei die (Super-)Totale. Diese Einstellung eignet sich perfekt dazu, einen Überblick über die Szenerie oder die Umgebung darzustellen. Einzelne Personen sind hier nur ansatzweise zu erkennen, der Fokus liegt auf der Landschaft oder der Umgebung. Nun bewegen wir uns einfach immer näher auf unser Motiv zu. In der Totale sind Personen beispielsweise schon besser zu erkennen, die Halbtotale zeigt Personen schon von Kopf bis Fuß.

Durch das "Tilt-Shift"-Verfahren wirken Landschaften wie Miniaturen

Die Grenze zwischen den totalen und nahen Einstellungen bildet der sogenannte "Full Shot". Er zeigt nur die Personen und keinen oder nur minimalen Hintergrund. In der Amerikanischen, der ersten nahen Einstellung, schneidet ihr die handelnden Personen schon ab. Diese Einstellungsgröße hat ihren Ursprung aus der Western-Zeit, neben dem Oberkörper und dem Gesicht wollte man damals natürlich auch den Colt am Gürtel zeigen. Deshalb sind hier meist die Beine unterhalb des Knies nicht mehr zu sehen.

In der Halbnahen endet Euer Bild an der Hüfte, die Nahe zeigt nur noch Kopf und Brust. Die Großaufnahme beschränkt sich auf den Kopf und die Schultern, im sogenannten Detail, der nahsten Einstellung, beschränkt sich der Blick auf ein bestimmtes Merkmal. Je näher die Einstellung, umso intimer die Aufnahme. Hier sind also Einblicke möglich, die normalerweise verborgen bleiben.

Wer Emotionen aufbauen will, greift daher eher auf nahe Einstellungen zurück, geht es beispielsweise action-lastiger in Euren Bildern oder Videos zu, wollen Handlungen, Hände und Füße natürlich auch gezeigt werden.

Wie ihr die unterschiedlichen Einstellungen ganz bewusst einsetzen und auch umsetzen könnt, das erfahrt ihr in weiteren Videos. Schreibt mir auch einfach in die Kommentare, was Ihr in Sachen Bildgestaltung, Schnitt oder Nachbearbeitung sehen wollt. Bis dahin, lasst mir doch ein Like auf dem Video und ein Abo auf dem YouTube-Kanal da, dann verpasst Ihr bald gar nichts mehr. Und immer dran denken: Bleibt's gmiatlich!

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © sl/Symbolbild pa

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Jahrgang 1983. Seit 2013 bei OVB24. Head of Video & Chef-Reporter. Auch in der Freizeit auf der Suche nach dem perfekten Motiv.
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