"Erheblicher Vertrauensverlust"

Internet-Nutzung nimmt wegen US-Spähskandal ab

Berlin - Die US-Spähaffäre hat Folgen: Als Reaktion auf den Skandal nutzen Verbraucher und Unternehmen in Deutschland E-Mails und ähnliche Dienste im Internet wie Datenspeicher weniger als bislang.

"Wir registrieren einen erheblichen Vertrauensverlust", sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes Bitkom, Bernhard Rohleder, dem RBB-Inforadio am Freitag. Verbraucher und auch mittelständische Unternehmen nutzten E-Mail und sogenannte Cloud-Dienste im Internet "nicht mehr in dem Maße, das für unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gut wäre".

Für die Deutsche Telekom stelle die US-Spähaffäre eine Belastung dar, erklärte Datenschutzvorstand Thomas Kremer gegenüber dem "Wall Street Journal Deutschland" . Die Politik müsse deshalb an einer europäischen Datenschutzverordnung arbeiten. Entsprechende Regelungen würden US-Firmen dazu zwingen, sich an strengere europäische Datenschutzrichtlinien zu halten, wenn diese ihre Dienste in Europa anböten. "Da kann die Politik eine Menge tun", forderte Kremer.

Prism, XKeyscore und Co. - Chronologie der NSA-Spähaffäre

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AFP

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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