Signale aus der Stromleitung

Heimnetz erweitern: Powerline schneller als WLAN-Repeater

+
Mit einem Powerline-Adapter kann man weit vom Router entfernte Geräte über die Stromleitung ans Internet anschließen. Viele Modelle ermöglichen gute Übertragungsraten. Foto: Jens Schierenbeck/dpa

Schwache Internetanbindung im hintersten Zimmer der Wohnung kann man auf zwei Arten beheben - ohne Kabel zu verlegen. Per Powerline kommt das Internet über die Stromleitung, ein WLAN-Repeater verstärkt das Funknetz. Im direkten Vergleich liegt die Steckdose aber vorne.

Hannover (dpa/tmn) - Wer Internet in weit vom Router entfernte Räume des Hauses bringen will, nutzt dazu besser die Powerline-Technik als einen WLAN-Repeater. Zu diesem Schluss kommt ein Test der Fachzeitschrift "Mac&i" (Ausgabe 2/2017).

Bei der Powerline-Technik werden Signale über die Stromleitungen im Haus übertragen. Dazu schließen Nutzer einen Adapter an ihren Router und stecken ihn in die Strom-Steckdose. Mit Hilfe dieses Adapters wird das Signal zu einem weiteren Powerline-Gerät an einer anderen Steckdose im Haus übertragen. Dort können Computer und andere Geräte per Kabel angeschlossen werden. Muss es im weit entfernten Raum unbedingt ein WLAN-Signal geben, gibt es im Handel auch Powerline-Adapter, die am Zielort ein eigenes WLAN-Netz errichten.

Im direkten Vergleich mit dem WLAN-Repeater - er nimmt das vorhandene WLAN-Signal und verstärkt es - kamen die getesteten Powerline-Adapter auf deutlich höhere Datenübertragungsraten. Besonders bei steigender Entfernung und durch mehrere Wände hindurch wurden bis zu viermal höhere Transferraten gemessen.

Auf die Geschwindigkeitsversprechen der Hersteller von Powerline-Adaptern sollte man sich laut "Mac&i" aber nicht verlassen. Im Test waren bei Geräten der neuen 2000er-Generation mit 480 Megabit pro Sekunde (MBit/S) maximal rund ein Viertel der versprochenen knapp 1800 MBit/S möglich. Sie waren damit nicht viel schneller als die 1200er-Geräte der Vorgängergeneration mit versprochenen maximalen 1200 MBit/S.

Zurück zur Übersicht: Netzwelt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser