Neue Richtlinien

Facebook macht gegen "fake news" mobil

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Facebook-Chef Mark Zuckerberg.

Berlin - Immer mehr Menschen informieren sich über Facebook - und fallen dabei oft auf viele Falschmeldungen von Webseiten herein, die sich als Nachrichtenportale ausgeben. Damit soll jetzt Schluss sein. 

Die Internetunternehmen Google und Facebook wollen den Verbreitern gefälschter Nachrichten ans Geld gehen. Sie werfen Seiten, die falsche Inhalte verbreiten, aus ihren Werbeplattformen.

Die Richtlinien seien entsprechend geändert worden, teilte Google am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP mit. Es sollten keine Anzeigen mehr über das Unternehmens-Werbesystem Google ads auf Seiten veröffentlicht werden, "die falsch dargestellten Inhalt haben". Damit entgehen diesen Seiten Werbeeinnahmen.

Auch Facebook unternimmt nach Angaben eines Sprechers ähnliche Schritte. "Wir zeigen keine Werbung in Apps oder Seiten, die illegalen, irreführenden oder täuschenden Inhalt enthalten - darin eingeschlossen Falschmeldungen." Die Richtlinien für das soziale Netzwerk seien dahingehend geändert worden, dass dies explizit auch für "fake news" gelte.

Fake news als lukratives Geschäft

Zuvor konnte die Verbreitung auffälliger falscher Nachrichten gerade im Wahlkampf ein lukratives Geschäft sein, weil Nutzer auf die Links klickten. Über die Plattformen der Internet-Firmen werden Anzeigen auf Webseiten platziert. Die Inhalte-Anbieter werden an Werbeeinnahmen beteiligt, wenn Nutzer darauf klicken.

Vor allem Facebook war im US-Wahlkampf in die Kritik geraten, weil über die Internetanbieter immer wieder Falschmeldungen in Umlauf gebracht und immens verbreitet wurden. 

Zu den falschen Nachrichten, die sich über Facebook verbreitet hatten, gehörte in den vergangenen Wochen unter anderem ein Bericht, wonach der Papst den Republikaner-Kandidaten Donald Trump unterstützt habe.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte zunächst den Einfluss manipulierter Nachrichten auf die Wahl des Rechtspopulisten Donald Trump zum künftigen Präsidenten bestritten. "Die Idee, dass Fake-Nachrichten auf Facebook, die nur einen sehr kleinen Teil des Inhalts ausmachen, die Wahl beeinflusst haben, ist ganz schön verrückt", sagte Zuckerberg. 

afp

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