In einem chinesischen Einkaufzentrum 

Eisbär "Pizza" führt elendes Leben im Käfig

Guangzhou - Mehrere Videos zeigen einen Eisbären, der völlig apathisch in seinem Glaskasten auf und ab läuft und zitternd auf seiner "Eisscholle" liegt. Die traurige Geschichte dazu:

Das Schicksal des Eisbären "Pizza" rührt die Internetgemeinde. Auf YouTube kursieren Videos, die den Eisbär zeigen, wie er völlig teilnahmslos durch seinen blau-bemalten Käfig schlendert und - nach unserem menschlichen Denken- verkrampft einen Weg sucht aus dem "Gefängnis auszubrechen".

Abgespielt haben sich diese Szenen in einemchinesischen Einkaufszentrum, das sich unter anderem auch um Polarwölfe, Beluga-Wale und Walrosse "kümmert". Die Tiere werden unter zweifelhaften Zuständen gehalten, sind dauernd den Blitzen von Handys und Kameras ausgesetzt und werden dauerhaft beobachtet.

Diese Art der Haltung weicht derart weit von den ursprünglichen und natürlichen Umweltbedingungen des Lebensraums der Eisbären ab, dass die Tiere kaum gefordert sind und mental sowie körperlich immer weiter abbauen. Der Preis für die Psyche des Bären sind riesige Zuschauerzahlen und hoher Gewinn für das chinesische Einkaufszentrum. Der Gesundheitszustand von "Pizza" ist offenbar sekundär.

HSI und PETA setzen sich für "Pizza" ein

Tierschutzorganisationen zeigen sich schockiert von den Zuständen. So äußerte Alastair Macmillan, Tierarzt in beratender Funktion für dieTierschutzorganisation Humane Society International, harte Kritik: "Dieser Eisbär zeigt klassisches stereotypes Verhalten wie das Kopf-Schwanken. Er bringt damit seine Frustration zum Ausdruck. Das sind die Versuche des Tieres, mit seiner Behausung, der Langeweile und den ständigen Störungen durch die Besucher umzugehen. Die Bedingungen, unter denen der Eisbär gehalten wird, sind völlig ungeeignet. Wenn nichts dagegen getan wird, ist sein geistiger Verfall unausweichlich."

Auch die Tierschutzorganisation PETA berichtet bereits über die unwürdigen Zustände im chinesischen Einkaufscenter und stellte eine Petition online, die dazu führen soll, dass der chinesische Botschafter in den USA veranlassen soll diesen Zoo in Guangzhou zu schließen. Bis jetzt haben über 92.000 Menschen die Petition unterschrieben.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © YouTube/Storyfull News

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