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5G macht den Unterschied

„Chip“-Netztest: Mehr Tempo bei allen Betreibern

„Chip“-Netztest Mobilfunk Telekom Vodafone O2
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Die fünfte Mobilfunkgeneration (5G) ist auf dem Vormarsch. Das merkt man auch im diesjährigen Netztest der Fachzeitschrift „Chip“.

Alte Technik weg, mehr Tempo da. So könnte man den „Chip“-Netztest zusammenfassen. Durch das Ende von UMTS konnten alle Mobilfunk-Netzbetreiber deutlich zulegen. In Zügen sieht es weiter schlecht aus.

Berlin - Die Netze der drei großen Mobilfunkanbieter Telekom, Vodafone und O2 sind allesamt schneller geworden. Zu diesem Ergebnis kommt das Fachmagazin „Chip“ in seinem jährlichen Netztest (Ausgabe 1/22).

Bei der Analyse der erhobenen Daten fiel auf: Alle drei Mobilfunknetze konnten beim Downloadtempo zulegen. Ein Grund dafür: Das bis zum Sommer vom UMTS-Netz belegte Funkspektrum nutzen jetzt LTE und 5G - der Mobilfunkstandard UMTS ist in Deutschland Geschichte. Außerdem schreitet der Ausbau der 5G-Netze voran und entlastet damit den Datenverkehr auf LTE-Basis.

Im Gesamtranking hat sich im Vergleich zu den Vorjahren kaum etwas verändert: Die Telekom behauptet ihren Spitzenplatz mit einer Note von 1,3 (Vorjahr: 1,3). Vodafone belegt Platz zwei mit einer Note von 1,4 (Vorjahr: 1,4), gefolgt vom Netz von O2 mit einer Gesamtbewertung von 1,8 (Vorjahr: 1,6).

Vorsprung des Telekom-Netzes in Großstädten ist dahin

Weil wieder mehr Menschen reisen als im Vorjahr, ist die Netzauslastung in den Zügen gestiegen. Unter anderem das führt zu enttäuschenden Ergebnissen in der Zug-Einzelbewertung. Am besten funkt hier das Netz der Telekom: Note 2,3 (Vorjahr: 1,5). Vodafone (2,8; Vorjahr: 1,8) und O2 (3,4; Vorjahr: 1,8) folgen auf den Plätzen zwei und drei.

Auf dem Land hat O2 die LTE-Verfügbarkeit auf 93,7 Prozent (Vorjahr: 78,7 Prozent)stark ausgebaut. Trotzdem hat das Netz weiterhin das Nachsehen hinter Telekom (97,2 Prozent) und Vodafone (95,6 Prozent).

In den Großstädten ist der Netz-Vorsprung der Telekom aus den vergangenen Jahren dahin. In der Bewertung führt jetzt zum Beispiel in Berlin, München, Frankfurt und Leipzig Vodafone - wenn auch nur knapp. Beide Netze erzielen hier die Noten „sehr gut“, Unterschiede ergeben sich lediglich in der zweiten Nachkommastelle, teilt „Chip“ mit.

Telekom und Vodafone führen in Sachen 5G

In Sachen 5G hat die Telekom wieder die Nase vorn: „Echtes“ 5G im 3,6-Gigahertz-Frequenzspektrum mit Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde ist in den Städten zu 42,7 Prozent verfügbar. Knapp dahinter kommt O2 mit einer Verfügbarkeit von 41,9 Prozent, erst danach, weit abgeschlagen folgt Vodafone mit 22,5 Prozent. Auf dem Land ist 5G bislang kaum ein Thema - O2 führt hier mit einer Verfügbarkeit von 8,8 Prozent.

Die 5G-Noten sehen wie folgt aus: Telekom (Note 1,2) vor Vodafone (1,5) und O2 (2,6). Denn obwohl O2 in der Verfügbarkeit deutlich vor Vodafone liegt, gibt es Abzüge für Performance und Zuverlässigkeit. O2 ist der einzige der drei Netzbetreiber, der die Download-Geschwindigkeit des schnellen 5G-Netzes bei 500 Megabit pro Sekunde deckelt. Telekom und Vodafone schafften in den Messungen von „Chip“ regelmäßig Geschwindigkeiten, die weit darüber lagen.

Testergebnisse setzen sich aus verschiedenen Messungen zusammen

Für den Test wurden verschiedene Messungen kombiniert. Losgeschickt wurden ein Fahrzeug mit Messtechnik-Dachbox (10 633 zurückgelegte Kilometer) und ein Fußgänger-Team mit Messrucksäcken, das durch Innenstädte lief (79 Stunden) und Zug fuhr (1812 Kilometer).

Ergänzt wurden die Messungen durch Ergebnisse eines Crowdsourcing-Tests. Hierfür wurden drei Milliarden Messwerte zur Qualität der Netzversorgung auf 2,35 Millionen Smartphones teilnehmender Nutzer anonym erfasst und ausgewertet. dpa

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