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"Bild"-Vorstand: Mehr Mut zu bezahlten Inhalten

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Andreas Wiele (rechts), Manager im Hause Axel Springer, will im Internet endlich Geld verdienen. „Paid Content“ heißt das Zauberwort. Seinen Chef, Mathias Döpfner, wird nichts dagegen haben. 

Berlin - Die deutschen Medien zwischen Hype und Krise: Am Rande der Elektronikmesse IFA hat am Montag in Berlin der zweitägige Kongress zur Medienwoche begonnen.

Bei der Eröffnung rief Axel-Springer-Manager Andreas Wiele die Verlage auf, mehr Mut zu bezahlten Online-Inhalten zu haben. "Deutschland hat die Chance, zum Vorreiter beim Paid Content zu werden", lautete Wieles These. Er betonte, im Internet werde bereits viel Geld ausgegeben, für Spiele, Musik und Downloads. Gerade im mobilen Bereich seien die Kunden gewohnt, zu zahlen.

"Elektronische Fürze können Sie kaufen, die kosten 79 Cent!", sagte Wiele, Vorstand "Bild"-Gruppe und Zeitschriften. Die Medien trauten sich im Gegensatz dazu nicht, für das gesammelte journalistische Wissen Geld zu nehmen, kritisierte Wiele. Axel Springer habe sich als Ziel gesetzt, spätestens in zehn Jahren die Hälfte des Erlöses im Online-Bereich zu erwirtschaften. Deutschland sei und bleibe ein Printland, betonte Wiele zugleich. Er räumte ein, dass es immer weniger junge Zeitungsleser gebe. "Stell' dir vor, du bist Primärmedium und keiner geht hin"

Bei der Podiumsdiskussion waren auch Google, MTV, RBB, UFA und das Musiklabel Universal vertreten. Was die Medienbranche neben Urheberrechten und der "Monetarisierung" (wie verdient man in der Gratiskultur im Netz Geld) bewegt: Wie und wo werden die Menschen in Zukunft fernsehen? Und: Wie kommen die Inhalte zum Konsumenten? Der Deutschlandchef der Internetplattform Myspace, Joel Berger, hob hervor, dass im Netz ein Strom aus Empfehlungen das Medienverhalten mitbestimmt.

Kurznachrichten über Twitter können demnach entscheiden, ob ein Kinofilm gut ankommt, anders als früher, als die Meinung des Zeitungskritikers maßgeblich war. Artikel und Videos werden von Nutzer zu Nutzer weitergeleitet - und nicht auf der Ursprungsseite gefunden. "Stell' dir vor, du bist Primärmedium und keiner geht hin", sagte Berger dazu.

Zu den Themen des Fachkongresses im Messezentrum ICC gehören das neue Abendprogramm von CNN, die Bundesliga, Internet und Werbung, Videoplattformen, multimediale Senderkonzepte sowie die Film- und Medienfinanzierung in der Krise. Veranstalter der Tagung mit 150 Referenten sind die Länder Berlin und Brandenburg sowie die Medienanstalt und die Filmfördereinrichtung Medienboard.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

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