Grazerin postet Aufruf

22-Jährige bekommt beim Blutspenden eine schreckliche Nachricht

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Doris Grünwald und die Frau, die sie immer für ihre Mutter hielt. 
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Granz - Ein Facebook-Post bewegt Zehntausende auf Facebook. Mittlerweile wurde der Aufruf schon von über 50.000 Menschen geteilt. 

Es geht um das Schicksal von Doris Grünwald und ihrer Mutter Evelin aus der Steiermark. Dass sie nicht ihre leibliche Mutter ist, erfuhr die 26-Jährige erst durch einen Zufall. Auch für die Frau, die sie aufzog, und die Doris immer für ihr Kind hielt, war das ein Schock. Mit ihrem Vater ist Doris auch nicht verwandt. 

Baby im Uniklinikum vertauscht? 

Die unglaubliche Entdeckung kam heraus, als Doris mit 22 Jahren zum ersten Mal Blut spenden wollte. Obwohl in ihrem Mutterkindpass die Blutgruppe A negativ eingetragen ist, wird bei ihr Null positiv festgestellt. Ein DNA-Test bestätigte den schlimmen Verdacht: Doris ist nicht die leibliche Tochter von Evelin Grünwald.

Die Grünwalds vermuten, dass im Uniklinikum Graz versehentlich zwei Babys vertauscht wurden. 

Schon seit einigen Jahren wissen Doris und ihre Mutter, dass sie nicht biologisch verwandt sind. Doch bislang kamen sie nicht weiter bei der Suche nach ihren leiblichen Familienmitgliedern. Deshalb soll jetzt der Facebook-Aufruf helfen.

Dabei können sie die möglichen Babys stark eingrenzen: In Frage kommen Kinder, die um den 31.10.1990 herum in Graz als Frühchen zur Welt kamen oder auf die Frühchenstation mussten, weil sie sehr klein waren. Möglich sind auch Babys, die in diesem Zeitraum zur Behandlung aus anderen Krankenhäusern nach Graz überstellt wurden. 

Es muss in diesen 20 Minuten passiert sein

Doris schreibt: "Der Zeitraum der Vertauschung müsste der 31.10 - 01.11.1990 gewesen sein, denn da hatte meine Mama mich noch nicht gesehen!" Sie kam nämlich mit einem Kaiserschnitt zur Welt, ihre Mutter konnte das Kind erst etwa 20 Stunden nach der Geburt in den Armen halten. Ihr Mann war bei der Geburt auch nicht dabei. Das Baby kam nach dem Eingriff auf die Frühchenstation. Hier könnte die verhängnisvolle Verwechslung passiert sein. 

Doch das Krankenhaus verweigert eine Auskunft! "Es gab insgesamt nur 15 Frühchen auf der Station, davon mehrere Zwillinge – es können nur eine Handvoll Kinder in Frage kommen", so Evelin Grünwald im Gespräch mit Stern . Aber diese Kinder wurden bislang nicht kontaktiert, die Klinikleitung argumentiert mit dem "Schutz des intakten Familienlebens" der möglichen Betroffenen. Außerdem wird behauptet, dass es im Klinikum keineswegs zu einer Verwechslung gekommen sein konnte.  

Nun hofft Doris Grünwald, dass sich durch den Facebook-Aufruf jemand meldet: "Ich bzw. wir geben die Hoffnung nicht auf, dass wir irgendwann unsere biologischen Gegenstücke finden!" Sie bittet darum, dass möglichst viele den Post teilen und er sich im Netz verbreitet.

Quelle: rosenheim24.de

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