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Konkurrenz für Pay-TV-Sender: Amazon Channels nun auch in Deutschland

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Amazon hat sein Sortiment in Deutschland um die Amazon Channels erweitert. Dabei handelt es sich um ein Pay-TV-Angebot des Konzerns. Doch nicht alle Kunden können die Amazon Channels nutzen.

Seattle/München - In den USA gibt es sie schon seit Ende 2015, nun sind sie auch in Deutschland verfügbar: Die Amazon Channels. Damit stößt der große US-amerikanische Konzern in den deutschen Fernsehmarkt vor. Wir beantworten alle wichtigen Fragen zu dem neuen Angebot, das den amerikanischen Pay-TV-Sendern schon Konkurrenz macht.

Amazon Channels - Was ist das?

Amazon Channels ist ein Pay-TV-Angebot des Online-Händlers Amazon, das zu „Amazon Video“ gehört. Momentan haben deutsche Kunden eine Auswahl aus 26 Fernsehkanälen, die sie kostenpflichtig buchen können. Anders als bei anderen Pay-TV-Anbietern müssen die Sender nicht im Paket gekauft werden, sondern lassen sich einzeln erwerben. Damit ist es möglich, sich je nach Interesse individuelle Senderpakete zusammenzustellen.

Wer kann die Amazon Channels in Deutschland nutzen?

Allerdings ist eine Amazon-Prime-Mitgliedschaft Voraussetzung für die Nutzung von Amazon Channels. Um Amazon Channels buchen zu können, reicht es nicht aus, sich die Versandvorteile mit einem anderen Prime-Mitglied zu teilen. Außerdem gibt es Amazon Channels momentan nur in den USA, Großbritannien, Deutschland und Österreich.

Dafür lässt sich das Angebot auf vielen verschiedenen Endgeräten nutzen: Sowohl am Fernseher, als auch am Blu-ray-Player, Amazon Fire TV, Fire TV Stick, Fire Tablets, Computer sowie Android- und iOS-Geräten steht „Amazon Video“ zur Verfügung.

Welche Amazon Channels sind in Deutschland bislang verfügbar?

Während in den USA bereits über 100 Pay-TV-Sender angeboten werden, zu denen auch wichtige Kanäle wie HBO und Starz zählen, sind in Deutschland bislang lediglich 26 Sender verfügbar. Die meisten von ihnen dürften vor allem Kunden mit Nischeninteressen ansprechen und können zwei Wochen lang kostenlos getestet werden. Danach müssen Amazon-Kunden je nach Sender einen monatlichen Preis zwischen 1,99 Euro und 7,99 Euro zahlen. Hinzu kommen die Kosten für die Amazon-Prime-Mitgliedschaft. Folgende Amazon Channels gibt es laut Amazon bislang in Deutschland:

  • Cirkus: Auswahl an britischen und skandinavischen Krimis für 3,99 Euro im Monat.
  • Terra X: Dokumentationen rund um Geschichte, Archäologie und Natur für 2,99 Euro im Monat.
  • MGM: Hollywood-Hits, Kultfilme und zeitlose Klassiker für 3,99 Euro im Monat.
  • realeyz: Independent-Filme für 5,50 Euro im Monat.
  • Studio Universial Classics: Hollywood-Filme für 3,99 Euro Euro im Monat.
  • Filmtastic: Blockbuster, Kultfilme und Geheimtipps für 3,99 Euro im Monat.
  • ARTHOUSE CNMA: Programmkino für 3,99 Euro im Monat.
  • MUBI: Ausgezeichnete und handverlesene Filme für 5,99 Euro im Monat.
  • Motorvision.tv: Motorsport mit exklusiven Rennen für 6,99 Euro im Monat.
  • sportdigitalHD: Fußball mit allen Topspielen der führenden Ligen aus aller Welt für 5,99 Euro im Monat.
  • Nautical Channel: Weltweite Wassersport-Events für 3,99 Euro im Monat.
  • H&C: Pferdesport für 3,99 Euro im Monat.
  • Syfy Horror: Top-Schocker für 3,99 Euro im Monat.
  • Home of Horror: Horrorstreifen, Thriller und Mystery-Filme für 3,99 Euro im Monat.
  • Full Moon: Horror, Fantasy, Comedy, Kult- und Genre-Filme für 3,99 Euro im Monat.
  • GEO Television: Dokumentationen und Reprotagen zu aktuellen Themen für 3,99 Euro im Monat.
  • Zeit Akademie Selection: Wissens-Channel für 7,99 Euro im Monat.
  • Historama: Geschichtsdokumentationen und -filme für 2,99 Euro im Monat.
  • Fix&Foxi: Filme, Animationskino und Serien für Kinder für 4,99 Euro im Monat.
  • KIXI: Aktuelle Filme und Serien für Kinder für 4,99 Euro im Monat.
  • Turk on Video: Kinohits aus der Türkei für 3,99 Euro im Monat.
  • Rooster Teeth: Comedy, Animations-Filme, Gaming, Original-Serien, Talkshows für 3,99 Euro im Monat.
  • E! von Stars empfohlen: Promi-News und Reality-Shows für 1,99 Euro im Monat.
  • xploreHD: Reise-Channel mit Dokus und Travel-Clips für 2,99 Euro im Monat.
  • Waidwerk: Channel für Angler, Jäger und Outdoor-Begeisterte für 3,99 Euro im Monat.
  • gutelaunetv: Deutschsprachige Musik aus fünf Jahrzehnten für 2,99 Euro im Monat.

Wie kann man die Amazon Channels finden und anschauen?

Sie wollen sich die Channels von Amazon anschauen? Dann rufen Sie die Startseite amazon.de auf und wählen links oben bei „Alle Kategorien“ zunächst den Reiter „Amazon Video“ und anschließend „Amazon Channels“ aus. Daraufhin öffnet sich eine Übersicht über alle aktuell verfügbaren Channels. Unabhängig davon zeigt Ihnen Amazon inzwischen bei Filmen und Serien neben den anderen Kauf- und Anzeigeoptionen auch das Channel-Angebot an.

Weitere Details zu dem Channel-Angebot können Sie laut Amazon sehen, indem sie auf „Buchen und ansehen“, „Weitere Informationen“ oder „Jetzt testen“ klicken. Aber Achtung: Nach dem Probe-Abo beginnt der kostenpflichtige Zeitraum automatisch.

Wie lassen sich die Amazon Channels in Deutschland kündigen?

Falls Sie die Amazon Channels nach der Buchung wieder kündigen wollen, gehen Sie laut Amazon folgendermaßen vor: Zunächst rufen Sie „Meine Channels verwalten“ auf und suchen den Channel, den Sie kündigen möchten. Dann sollen Kunden die Option „Kündigen“ auswählen und die Eingabe bestätigen. Die Channels können jeden Monat gekündigt werden, berichtet idealo.de.

Welche Erweiterungen der Amazon Channels gelten als wahrscheinlich?

Möglicherweise wird das Channel-Angebot in Deutschland schon bald ausgebaut. So schreibt die Bild-Zeitung, dass Amazon Gerüchten zufolge bereits mit Discovery verhandelt. In Großbritannien sei die Fernsehsenderfamilie, zu der zum Beispiel auch Eurosport gehört, bereits Teil von Amazon Channels. Wird Eurosport mit in das deutsche Amazon-Channels-Angebot aufgenommen, könnte man womöglich bald Bundesliga-Spiele über Amazon anschauen. Immerhin sicherte sich Eurosport laut tz.de* schon die Ausstrahlungsrechte für einige Erstligapartien. Unabhängig von dem Ergebnis der Verhandlungen mit Eurosport hat sich der Internet-Händler Amazon schon die Rechte gesichert, die Liga ab der Saison 2017/2018 im Internetradio als Live-Stream zu übertragen, berichtet tz.de*.

In der jüngeren Vergangenheit hat Amazon sein Angebot nicht nur in Hinblick auf „Amazon Video“ erweitert. Seit Anfang Mai hat Amazon einen Lieferdienst für frische Lebensmittel in Deutschland. Außerdem interessiert sich der Konzern für selbstfahrende Autos.

Hier können Sie nachlesen, mit welchem Trick Amazon das Rücksende-Problem lösen möchte.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

bau

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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