Tausende teilen Kritik an Steak-Angebot 

"Ekelhaftes Zeug": Aldi-Schelte auf Facebook 

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Ein Gästebucheintrag auf der Seite von Aldi Süd macht derzeit die Runde auf Facebook. Hintergrund ist ein Fleisch-Angebot.

Dominik Boisen empörte sich auf Facebook über ein "BBQ-Nackensteak"-Angebot: 600 Gramm mariniertes Schweinenacken-Steak hat der Discounter für lediglich 1,99 Euro angeboten. 

Ein tolles Angebot? Für den kritischen Kunden ist es das nicht! "Von preisWERT kann bei diesem Angebot sicher keine Rede sein. Das ist einfach nur billigster Dreck, für dessen Produktion alles und jeder bis zum Anschlag ausgebeutet wurde - am meisten die, die sich am wenigsten wehren können: die Tiere", schreibt Boisen empört auf Facebook.

Er sei "kein ideologisch verblendeter Ökofaschist", doch das Verhalten von Aldi Süd findet er "zum Kotzen". Im Kampf um Marktteile würde Aldi Süd, genauso wie andere Discounter, die Preisspirale immer weiter nach unten drehen. 

So werde am Ende "ekelhaftes Zeug" verkauft, das Boisen in der Qualität mit jenen Gartengeräten vergleicht, die er jüngst bei Aldi Süd erworben habe. Auf dem Foto, das er auf die Pinnwand des Discounters gepostet hat, sieht man einen abgebrochenen Spaten und eine kaputte Mistgabel. 

"Aldi-Schelte" wird zum Netz-Hit

Zehntausende haben die Discounter-Schelte schon kommentiert, geteilt und auf Gefällt-mir gedrückt. So wurde die "Aldi-Schelte" in den vergangenen Tagen zu einem Netzhit. 

Allerdings weisen viele auch darauf hin, dass sich die Discounter letztlich am Kundenwunsch orientieren. "Die Wahrheit ist leider auch: wenn es nicht gekauft werden würde, dann würde es dieses Angebot auch nicht geben!", kommentierte etwa Thomas R. "Die größte Schuld trifft den Verbraucher, der so etwas kauft und mit ruhigem Gewissen mit seiner Familie isst. Da fehlt jegliche Wertschätzung für Tier sowie ein Traditionshandwerk", meint Robert L. 

"Pervers" findet es Jörg A., dass so ein Billig-Steak dann auf einen 1000 Euro-Grill gelegt werde. Doch nicht jeder hat einen solchen Luxus-Grill daheim: "Jeder darf und soll das kaufen, was er möchte und sich leisten kann", entgegnet Markus P. 

Andreas B. sieht den Grund für das Kundenverhalten im Lohnniveau: "Solange keine anständigen Löhne für gute Arbeit gezahlt werden, solange werden die meisten auch weiterhin auf die Angebote beim Discounter zurückgreifen. Wer für den Mindestlohn arbeiten muss, kann noch nicht einmal die Woche beim Metzger einkaufen." 

Während andere meinen, dass vielen Menschen mittlerweile jeglicher Bezug zur Qualität von Lebensmitteln fehle, argumentieren andere mit der Freiheit, entscheiden zu wollen, wo sie einkaufen und welche Prioritäten beim Sparen sie setzen wollen. 

Quelle: rosenheim24.de

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