Aigner: "So surfen Sie sicher“

Landkreis - In unserer Serie "so surfen Sie sicher" empfiehlt heute Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner:

Live-Chat zum Thema Sicherheit im Internet: Montag, 19. 12. 2011, 14 Uhr

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"Sparsamkeit der Daten ist der beste Weg. Alles was man nicht im Internet eingeben muss, sollte man auch nicht eingeben." Ilse Aigner ist als Bundesverbraucherschutzministerin für das Thema Datensicherheit in Deutschland zuständig. Auf der Internetseite des Ministeriums heißt es: "Verbraucherinnen und Verbraucher müssen wissen, welche Konsequenzen die unbekümmerte Preisgabe persönlicher Daten im Netz haben kann, wie sie sich wehren gegen Handel und Werbung mit persönlichen Daten und was sie bei unberechtigten Rechnungen unseriöser Internetanbieter tun können." Zahlreiche Informationen zu diesem Thema können direkt hier abgerufen werden.

Im rosenheim24-Interview betonte Aigner in Hinblick auf die sozialen Netzwerke wie facebook: "Wenn sich jemand ins Schaufenster stellen will, dann soll er sich auch ins Schaufenster stellen. Was ich schlecht finde, ist, dass die Voreinstellungen so sind, wie sie in manchen sozialen Netzwerken sind, dass eben die Türen und Fenster von einem vermeintlich geschlossenen Gebäude alle offen sind und ich sie mühsam alle zumachen soll. Das ist mein Grundansatz - restriktive Einstellungen am Anfang und nur wenn man sich wirklich ins Schaufenster stellen will, muss man das Fenster dann auch aufmachen."

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Die Ministerin will also erreichen, dass die Daten, die ich in einem sozialen Netzwerk eingebe, zuerst nur für mich sichtbar sind und ich entscheide, wer sie ebenfalls zu sehen bekommt. "Wenn ich mit meinem Freundeskreis kommunizieren will, dann muss ich den Freundeskreis genau definieren und vielleicht auch hin und wieder mal überprüfen, ob die Freunde noch echte Freunde sind und dann genau überlegen, wem mach ich was zugänglich.

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Das muss man immer wieder selbst auch überprüfen, das ist die eigene Leistung letztendlich. Ansonsten muss man überlegen, alles was theoretisch im Internet eingestellt ist, können Sie morgen auch in der Zeitung lesen und das soll man sich überlegen, ob man das auch will." Sie appelliert noch einmal an die Internetnutzer: "Sparsamkeit, Sparsamkeit, Sparsamkeit mit Daten." Denn erst vor kurzem habe man wieder gesehen, "es gibt immer auch technische Probleme, wo eingeschränkte Daten dann doch freigegelegt werden." Wer das nicht will, soll also so wenig wie möglich von sich im Internet preisgeben und wenn, dann nur bestimmten Personen zugänglich machen.

Die Serie „Internetkriminalität: So surfen Sie sicher“ entsteht in Kooperation mit dem Polizeipräsidium Oberbayern Süd.

cz

Quelle: rosenheim24.de

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