Aigner fordert nach Googles WLAN-Scan Konsequenzen

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner hat  Internetkonzern Google aufgefordert, alle Daten zu seiner umstrittenen Datenscan-Aktion vorzulegen. „Eine Entschuldigung reicht nicht aus. Jetzt müssen alle Karten auf den Tisch."

Das sagte Aigner dem Hamburger Abendblatt (Freitagausgabe). Der Fall müsse lückenlos aufgeklärt und geahndet werden; die Bürger hätten ein Recht zu erfahren, welche Daten Google erfasst und gespeichert hat.

Google hatte zugegeben, seit 2007 private Daten aus offenen Funknetzen (WLAN) miterfasst und gespeichert zu haben. Das Unternehmen sammelte diese bei Kamerafahrten für den in Deutschland umstrittenen Dienst Street View, für den es in zahlreichen Ländern ganze Straßenzüge fotografiert. Bei Bekanntwerden der Panne hatte Google am Mittwoch sämtliche Fahrten eingestellt. Nach einer Strafanzeige hat die Hamburger Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen.

Aigner betonte, sie erwarte von Google, „dass das Unternehmen endlich seine Geheimniskrämerei beendet und die deutschen Behörden bei der Aufklärung des Falls unterstützt“. (apn)

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