Vorsicht bei der Partnersuche im Netz

Die Abzocke mit dem Online-Flirt

Hamburg - Die Partnersuche im Internet ist inzwischen so normal wie das Kennenlernen im Alltag. Doch Nutzer von Online-Portalen müssen aufpassen, um nicht über den Tisch gezogen zu werden.

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat Tipps zusammengestellt, wie man auf der Online-Suche nach der Liebe nicht in die Fallen der Partnervermittlungen tappt.

1. Falle: Kostenlose Anmeldung
Bei vielen Anbietern ist die Anmeldung kostenlos. Doch für die Kontaktaufnahme oder das Lesen eingegangener Nachrichten ist ein kostenpflichtiges Abonnement nötig.

2. Falle: Kostenlose Testphase
Viele Portale bieten ihren Usern für eine begrenzte Zeit eine günstige Testphase an. Die wird jedoch oft automatisch verlängert und somit kostenpflichtig.

3. Falle: Erloschenes Widerrufsrecht 
Vermittlungen behaupten immer wieder zu Unrecht, dass das Widerrufsrecht vorzeitig abgelaufen sei, da schon Nachrichten ausgetauscht wurden.

4. Falle: Überzogener Wertersatz
Einige Internetseiten bitten ihre Nutzer zur Kasse, sogar wenn sie fristgerecht widerrufen haben. Der Wertersatz kann dabei bis zu 75 Prozent der ursprünglichen Kosten für die gesamte Vertragslaufzeit betragen.

5. Falle: Kündigung nur in Schriftform
Obwohl die Anmeldung problemlos per Internet möglich ist, ist die Kündigung bei einigen Unternehmen ausschließlich per Brief möglich.

6. Falle: Verweigerte Kündigung 
Verträge mit Partnervermittlungen, die als „Dienste höherer Art“ gelten und Zusatzleistungen wie Partnervorschläge oder Persönlichkeitstests anbieten, können fristlos gekündigt werden.

7. Falle: Mahnungsdruck 
Partnersuchende, die einmal Kontakt mit Portalen waren, müssen damit rechnen, mit Mahn- und Inkassobriefen überschüttet zu werden. Viele der Nutzer zahlen, obwohl sie nicht dazu verpflichtet wären.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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