Neues Zuhause für Jaguare, Pumas, Kaimane und Boas

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Salzburg - Die Jaguare, Pumas, Kaimane und auch Boas aus dem Salzburger Zoo haben heute ein neues Zuhause bekommen: Im Südamerika-Bereich wurde das neu errichtete Jaguarhaus eröffnet.

Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer eröffnete heute, Dienstag, 17. September 2013, gemeinsam mit Zoo-Geschäftsführerin Mag. Sabine Grebner und Tierarzt Prof. Dr. Henning Wiesner das neu errichtete Jaguarhaus im Südamerika-Bereich.

Das innovative Jaguar-Gebäude für vier verschiedene Tierarten entspricht allen Kriterien des Bundestierschutzgesetzes und den Auflagen der Naturschutzbehörde. Fast 6.000 Tonnen Beton und 33 Tonnen Stahl wurden für das 210 Quadratmeter große Jaguarhaus mit Außenanlagen verarbeitet. Die vom Salzburger Bühnenbildner und Künstler Georg Klingersberger gestalteten Innenräume „entführen“ die Besucher in die Welt der Mayas und bieten den tierischen Bewohnern viele Rückzugsmöglichkeiten, die für das Wohlempfinden der Tiere wichtig sind.

Einmalige Einblicke in das Leben von Jaguar, Kaiman und Co.

„Der Salzburger Zoo ist um eine große Attraktion reicher“, sagte Landeshauptmann Wilfried Haslauer. „Dieser Neubau ermöglicht einmalige Einblicke in das Leben der größten Raubkatze des südamerikanischen Dschungels – dem Jaguar, der Boas und in die Unterwasserwelt der Kaimane. Besucher für den Tier-, Natur- und Artenschutz zu sensibilisieren, zählt zu den Hauptaufgaben eines modernen Zoos. In dieser Anlage fasziniert besonders die Nähe der Besucher zu den imposanten Vertretern der südamerikanischen Tierwelt. Diese neue Anlage zeigt, dass der Salzburger Zoo auf dem richtigen Weg ist, die Schönheit der Tiere und der Natur den Zoobesuchern immer wieder näher zu bringen, um sie für den gemeinsamen Tier- und Naturschutz zu gewinnen.“

Der Landeshauptmann zeigte sich von der Entwicklung des Zoos in den vergangenen Jahren beeindruckt und gratulierte dem gesamten Zoo-Team. Der Salzburger Zoo zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in Stadt und Land Salzburg. Jährlich besuchen über 300.000 Gäste den Zoo. Der Salzburger Tiergarten hat sich nicht nur als Ort der Bildung, Forschung und Erholung beim heimischen Publikum etabliert, sondern ist auch ein touristisches Highlight für viele Gäste aus dem In- und Ausland. Haslauer betonte abschließend, dass das Land Salzburg auch künftig den Zoo als Tier-, Natur- und Artenschutzzentrum unterstützen wird.

Zoo Tierarzt Henning Wiesner: „Den beiden Jaguaren stehen nun eine rund 760 Quadratmeter große Freianlage mit einem Wasserbereich und 85 Quadratmeter Innenräume zur Verfügung und den Pumas rund 720 Quadratmeter. Nach der bewährten Devise ´Die Sicherheit von Mensch und Tier ist das oberste Prinzip´ wurden auch bei diesem Bau höchste Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Denn der Jaguar gilt als ein kompromissloser Jäger, der ganz spezifische Fertigkeiten wie kaum eine andere Tierart entwickelt hat. Seine Beißkraft ist um ein Vielfaches höher als bei Löwe und Tiger. Zielgenau kann er seine kräftigen Pranken beim Beuteschlag einsetzen. Deshalb sind die Schieber zwischen den Anlagen mit automatischen Verriegelungsbolzen ausgestattet. Die Außenanlagen beider Katzenarten sind von rund 180 Laufmetern stabilem Gitterzaun und 14 Metern Spezialglas umgrenzt. Der Zaun ist 5 Meter hoch – 4 Meter Zaun stehen senkrecht und 1 Meter ist in 45 Grad nach innen geneigt. Auf den Gittermatten und in den Felsbereichen ist eine doppelte Elektrosicherung montiert, die von zwei unabhängigen Stromkreisen versorgt wird. Jede allfällige Störung eines Stromkreises wird sofort per SMS an das Notfallhandy des diensthabenden Tierpflegers gesendet.“

Kaimane – eine neue Tierart im Salzburger Zoo

„Unsere Pumas und die beiden Jaguare haben sich sehr rasch in ihrem neuen Zuhause eingelebt“, erzählte Zoo-Geschäftsführerin Grebner: „Geduld, Ruhe und Vertrauen sind wichtig für das Gewöhnen von Tieren an eine neue Umgebung. Bonita und Sir William, die während der Bauzeit im Tiergarten Schönbrunn untergebracht waren, haben ihre Tierpfleger offenbar gleich wiedererkannt und auf ihre Zurufe prompt reagiert. Wir freuen uns sehr, sie wieder bei uns zu haben! Und wer weiß, vielleicht stellt sich in naher Zukunft wieder Nachwuchs bei Familie Jaguar ein.“

Neuzugänge im Jaguarhaus sind die Keilkopf-Glattstirnkaimane. Kaimane sind Vertreter der Krokodile, die ausschließlich in Südamerika beheimatet sind. Kaimane sind - wie die anderen Alligatoren – ganz einfach von Krokodilen zu unterscheiden: bei geschlossenem Maul ist nur die obere Zahnreihe zu sehen.

Vier Boas alias Abgottschlangen leben seit rund einem Jahr im Salzburger Zoo. Diese Reptilien wurden behördlich beschlagnahmt, weil sie nicht nach den Vorgaben des Tierschutzgesetzes gehalten wurden. Im neuen Jaguarhaus können die vier jungen Boas zu ihrer beeindruckenden Größe von etwa 3 Metern heranwachsen.

In ihrer Heimat ist das Überleben der Jaguare nicht gesichert

Nach dem Tiger und dem afrikanischen Löwen ist der Jaguar die drittgrößte Katzenart der Erde. In weiten Teilen seines Verbreitungsgebietes - von Mexiko bis Argentinien – ist diese Großkatze wegen der Zerstörung des Lebensraums und der illegalen Jagd gefährdet. Es wird geschätzt, dass nur mehr 13.000 bis 23.000 Jaguare in freier Wildbahn leben. In 53 europäischen Zoos leben insgesamt 115 Jaguare.

Quelle: rosenheim24.de

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