Hitze-Alarm: Wie Tiere durch den Sommer kommen

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Hunde kühlen sich durch Trinken und Hecheln ab. Foto: Martin Gerten

"Man, ist das eine Hitze!" Die heißen Temperaturen machen nicht nur Menschen, sondern auch Tieren zu schaffen. Jedes Tier kühlt sich auf andere Weise ab. Einige hecheln und baden, andere koten und faulenzen.

Berlin (dpa) - Tiere werden auf unterschiedliche Weise mit der großen Hitze fertig. Hiereinige ihrer Rezepte:

Hunde: Wird es Bello zu heiß, fängt er an zu hecheln. Er atmet schneller als sonst. Über die aus dem Maul hängende Zunge verdunstet Feuchtigkeit. So kühlt sich das Tier ab. Hunde sind klug genug, sich bei Hitze möglichst in den Schatten zu legen und wenig zu bewegen.

Katzen: Stubentiger lecken zur Abkühlung ihr Fell ab. Die Verdunstung des Speichels kühlt. Bei großer Hitze öffnen sie außerdem ihr Maul und hecheln. Durch das schnelle Atmen verdunstet Speichel im Rachenraum und sorgt für Kühlung.

Schweine: Der Spruch "schwitzen wie ein Schwein" zeugt von Unwissenheit. Denn die Borstenviecher können gar nicht schwitzen und ihre Temperatur über die Haut regulieren. Sie geben Wärme über ihre Zunge ab und hecheln. Zudem werden sie träge und fahren ihren Stoffwechsel herunter. Kein Schwein würde freiwillig in die pralle Sonne gehen, weil die nackte Haut schnell einen Sonnenbrand bekommt.

Hasen: Sie benutzen ihre "Löffel" als Temperaturregler. Bei Hitze werden die wenig behaarten Ohren stärker durchblutet und geben Körperwärme ab. Außerdem hecheln Hasen, die sich bei Hitze möglichst im Schatten von Gebüschen verstecken.

Vögel:Sie plustern sich auf: So kommt kühlender Wind schneller an die Haut, und es staut sich nicht zu viel Wärme im Gefieder. Außerdem suchen Vögel nach einem erfrischenden Bad. Wenn mittags die Sonne am höchsten steht, bewegen sie sich möglichst am wenigsten.

Störche: Warum hat Meister Adebar an heißen Tagen oft weiße Beine? Störche beschmieren ihre Beine gern als Sonnenschutz mit flüssigem Kot. Das darin enthaltene Wasser entzieht beim Verdunsten dem Körper Wärme. Zurück bleibt auffallend helle Farbe.

Bienen:Wird es im Stock zu warm, setzen sich Arbeitsbienen vor den Eingang und fächeln Luft hinein. Als lebende Ventilatoren lassen sie dazu ihre Flügel vibrieren. Bei starker Hitze suchen sich Bienen zudem schattige Plätzchen und landen an Pfützen, um zu trinken.

Nabu zu tierischer Hitze

Bundesamt für Naturschutz BfN

Tierschutzverein Berlin

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