Kolbermoorer beleidigte sogar eigenen Anwalt

"Manchmal spinnt er halt": Landwirt schimpft sich hinter Gitter

Rosenheim/ Kolbermoor - Ein ehemaliger Landwirt (54) schimpfte sich regelrecht ins Gefängnis. Früher im Chiemgau wohnhaft, nun in Kolbermoor, rückte er mehrmals mit Anderen zusammen, zuletzt mit seinem eigenen Verteidiger:

Wie die OVB Heimatzeitungen am Dienstag berichten, ermittelte die Polizei bereits acht Mal gegen den Mann, der alle Mitmenschen, die ihm nicht passten, aufs Übelste beleidigte. Drei Mal wurde er dafür verurteilt, beim letzten Prozess bekam er einen Pflichtverteidiger zur Seite gestellt. Dieser Anwalt erstattete nun auch Anzeige gegen seinen Ex-Mandanten. Die Ursache: Der 54-Jährige fand, die Kosten für den Verteidiger seien zu hoch bemessen und bedrohte und drangsalierte daraufhin den Anwalt und seine Angestellten.

Auch sein aktueller Verteidiger, Rechtsanwalt Jakob Gerstmaier, gibt zu, dass es manchmal schwierig sei, mit dem Angeklagten zu reden. "Manchmal spinnt er halt", so der Rechtsanwalt gegenüber der OVB Heimatzeitung. Immerhin gelang es Gerstmaier, seinen Mandanten mehr oder weniger "beleidigungsfrei" durch die Verhandlung zu bringen.

Der unbelehrbare Rüpel muss nun für zehn Monate hinter Gitter. Es wären bis zu 15 Monate möglich gewesen, denn der Vorfall konnte als Versuch der räuberischen Erpressung interpretiert werden. Ein Psychiater zweifelte jedoch die uneingeschränkte Schuldfähigkeit des ehemaligen Landwirtes an.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf OVB-Online oder in der gedruckten Heimatzeitung!

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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