Orientierungslos: 1000 Kilometer Umweg gefahren

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Rentnerin verfährt sich und macht 1000 Kilometer Umweg.

Wiesbaden - Mehr als 1000 Kilometer ist eine Rentnerin aus Hessen gefahren, weil sie auf dem Heimweg von Frankfurt in den nahen Taunus die Orientierung verloren hatte.

Erst in Chemnitz nahm die Polizei die Frau in ihre Obhut. Die 73-Jährige war Handy-Ortungen zufolge in Baden-Württemberg und Tschechien gewesen. Sie landete in Sachsen statt in ihrem Heimatort Schlangenbad rund 50 Kilometer von Frankfurt entfernt, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Frau hatte den Angaben zufolge längere Zeit keine Medikamente genommen, auf die sie angewiesen ist. Die 73-Jährige werde noch in einem Krankenhaus im Chemnitz betreut. Die Polizei hatte am Mittwochabend noch gerätselt, wie sie nach Sachsen gelangte.

Die Frau hatte sich zuletzt am Dienstagabend bei ihrer Familie gemeldet und gesagt, sie habe sich bei Frankfurt mit ihrem Auto verfahren, sei aber auf dem Heimweg. Dort kam sie nicht an und galt deshalb als vermisst. Auf ihrer langen Fahrt hat sie nach Darstellung der Polizei sogar getankt.

Geortet wurde sie am Mittwochmorgen in Wolpertshausen (Baden-Württemberg) und später in Tschechien. Schließlich gelang es einem Polizisten, sie auf ihrem Handy zu erreichen. Der wies sie an, am nächsten Ortseingangsschild zu halten und zu warten. Das tat sie am späten Mittwochnachmittag am Ortsrand von Lengefeld bei Chemnitz; der Polizist erfuhr den Ort bei einem zweiten Telefonat. Daraufhin schickte die Polizei einen Streifen- und einen Rettungswagen, um der Rentnerin zu helfen.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

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