Klo-Graffiti - da scheiden sich die Geschlechter

Salzburg - Es gibt nahezu nichts, was nicht wissenschaftlich untersucht werden könnte. Jüngste Beispiel: Klo-Graffiti. Die dreckigen, kleinen Sprüchlein - was hat es damit auf sich?

Die Basler Sprachwissenschaftlerin  Christina Cuonz hat im Rahmen des Workshops "Sex & Language" an der Universität Salzburg jetzt eine Untersuchung präsentiert, für die sie 249 WC-Inschriften und 180 Fragebögen auswertete. Sie hat im Rahmen ihrer Magisterarbeit die Graffitis von öffentlichen Toiletten an Universitäten in Norwegen und Grossbritannien untersucht. Dazu hat sie in Frauen- und Männerklos die schriftlichen Botschaften kopiert, Toilettenbenutzer befragt und Facility Manager miteinbezogen.

Ihr Ergebnis: Frauen und Männer sind auch beim Klospruch dichten ziemlich unterschiedlich. So fabulieren die Damen gern über Beziehungen, Sexualität und Alltagsphilosophie.  Während die Männer bei großen wie kleinen Geschäften lieber über Sex, Politik und Sport schreiben.

Erstaunlich: Frauen sind in puncto Klospruch härter drauf als Männer. Laut den Toilettenbetreiber stehen in Frauenklos die rassistischeren und provokanteren Notizen.

In einem bleiben sich Frauen aber auch hier treu: Sie diskutieren sogar via Klosprüche.

Cuonz Gesamt-Fazit der linguistischen Toilettenschau: Frauen schreiben Botschaften, Männer Listen.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Kurios

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser