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Unrealistischer Jobwunsch: Kindern Traumberuf nicht ausreden

Eltern sollten auch unrealistische Berufswünsche ihrer Kinder nicht einfach vom Tisch wischen. Foto: Matthias Hiekel
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Eltern sollten auch unrealistische Berufswünsche ihrer Kinder nicht einfach vom Tisch wischen. Foto: Matthias Hiekel

Stellt der Nachwuchs seine Berufswünsche vor, sind Eltern nicht immer begeistert. Den Traumberuf schlechtzureden, provoziert beim Nachwuchs aber oft nur Widerstand. Wie kann es richtig gehen?

Nürnberg (dpa/tmn) - Lass' da mal lieber die Finger von! Eltern sind schnell dabei, ihrem Kind den Berufswunsch auszureden, wenn sie ihn für unrealistisch halten. Das ist etwa der Fall, wenn er heillos überlaufen ist oder es schwer ist, später eine Anstellung zu finden.

Das provoziert in vielen Fällen jedoch eine Trotzreaktion, sagt Jürgen Wursthorn von der Bundesarbeitsagentur. «Jugendliche bestärkt das häufig nur, den Beruf weiterzuverfolgen.» Er empfiehlt folgendes Vorgehen:

Analyse machen: Eltern sollten gemeinsam mit den Kindern recherchieren: Wie ist die Situation am Arbeitsmarkt? Welche Chancen gibt es in dem Bereich? Wo kann man das lernen? Ist der Berufswunsch wirklich so unrealistisch, wie Eltern zunächst vermuten? Möglicherweise gibt es Alternativausbildungen, bei denen in der Ausbildung ähnliche Inhalte vermittelt werden, die aber weniger überlaufen oder riskant sind?

Praktikum machen: Hält der Nachwuchs nach der Analyse am Traumberuf fest, schlagen Eltern am besten ein Praktikum vor. Dort können Sohn oder Tochter überprüfen, ob die eigenen Vorstellungen vom Beruf richtig sind. Möglicherweise ist der Traumberuf in der Realität gar nicht so toll wie vorgestellt.

Entscheidung akzeptieren: Bleibt der Nachwuchs auch danach noch beim Traumberuf, bleibt nur, die Entscheidung zu akzeptieren. Das Kind zu einer Ausbildung zu überreden, zu der es keine Lust hat, bringe nichts. Die Gefahr, dass dann abgebrochen wird, sei sehr groß.

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