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Arbeitsrecht

„Ich verdiene 50.000 Euro im Monat“: Darf ich erzählen, wie viel Gehalt ich bekomme?

Das Durchschnittsgehalt in Deutschland beträgt 51.009 Euro brutto im Jahr.
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Die Gehaltsfrage ist für die meisten Arbeitnehmer eine der wichtigsten im Arbeitsleben.

In Ihrem Arbeitsvertrag steht, dass Sie nicht über Ihr Gehalt sprechen dürfen? Eine unzulässige Klausel, wie Rechtsexperten informieren. Doch es gibt Ausnahmen.

Das Wissen um das Gehalt der Kollegen hat Vorteile. Man kann zum Beispiel besser einschätzen, ob man selbst über- oder unterbezahlt ist. Außerdem kann der Mitarbeiter so den Arbeitgeber dahingehend kontrollieren, ob dieser die Belegschaft fair behandelt. Stichwort Gleichbehandlungsgrundsatz. Dieser ar­beits­recht­li­che Gleich­be­hand­lungs­grund­satz gilt für in Deutschland ansässige Arbeitgeber und soll bewirken, dass Unternehmen bei begüns­ti­gen­den Maßnah­men ge­genüber den Ar­beit­neh­mern kei­nen ein­zel­nen Ar­beit­neh­mer aus willkürli­chen Gründen schlech­ter als an­de­re, mit ihm ver­gleich­ba­re, Ar­beit­neh­mer be­han­deln darf. Darüber informiert die Kanzlei Hensche, Fachanwaltskanzlei für Arbeitsrecht.

Der Gleichbehandlungsgrundsatz macht auch Klauseln im Arbeitsvertrag ungültig, die besagen, dass man nicht mit anderen über sein Gehalt sprechen darf. Allerdings gibt es Ausnahmen.

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Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt.
Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt. © Patrick Pleul / dpa
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus.
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus. © Jan-Philipp Strobel / dpa
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters. © Patrick Pleul / dpa
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben.
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben. © Monika Skolimowska / ZB / dpa
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen. © Patrick Pleul / dpa
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig.
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig. © Robert Schlesinger / dpa Zentralbild / dpa
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz.
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz. © Tobias Hase/ dpa
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen.
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. © Jens Büttner / dpa
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam.
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam. © Ralf Hirschberger/dpa (Archivbild/Symbolbild)
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen.
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen. © Jens Kalaene / ZB / dpa

Über das Gehalt sprechen und so Gleichberechtigung fördern

„Ich verdiene 50.000 Euro im Monat“: Solche oder ähnliche öffentlich ausgesprochene Aussagen können aber Probleme mit sich bringen. Wie der Spiegel informiert, unterliegen manche Arbeitnehmer tatsächlich der Schweigepflicht, wenn es um deren Lohn geht. Ein im Arbeitsvertrag enthaltenes „Redeverbot“ ist dem Spiegel zufolge dann zulässig, wenn die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens sonst gefährdet wäre, weil das Gehalt einen ganz wesentlichen Wettbewerbsfaktor für den Arbeitgeber darstellt.

Dieser Fall stellt allerdings die Ausnahme dar. Der Großteil der Arbeitnehmer darf also über das eigene Gehalt sprechen, ohne Konsequenzen zu fürchten. Viele Arbeitsrecht-Experten sehen darin sogar einen Vorteil. Denn wer über das Gehalt der anderen Bescheid weiß und es selbst preisgibt, der fördert die Gleichberechtigung aller im Unternehmen, auch die zwischen Mann und Frau. (jg)

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