Studie: Frauen in Führungspositionen seltener verheiratet

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Auch nicht verheiratet: Alice Schwarzer, Gründerin und Herausgeberin der Zeitschrift Emma 

Berlin - Die Führungsetagen deutscher Unternehmen sind fest in Männerhand - und wenn es Frauen ganz nach oben schaffen, sind sie seltener verheiratet und haben weniger Kinder als Männer im Top-Management.

Das zeigt eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die am Freitag in Berlin anlässlich des Weltfrauentags am Dienstag (8.3.) veröffentlicht wurde.

Die in Führungspositionen üblichen langen Wochenarbeitszeiten ließen sich mit Kindererziehung kaum in Einklang bringen, sagte DIW-Forschungsdirektorin Elke Holst. Zwar seien Frauen heute qualifiziert wie nie, doch ihre Chancen seien schlechter. “Sie treten auf der Stelle.“ Analysen zeigten, dass wesentlich weniger weibliche Führungskräfte verheiratet seien als ihre männlichen Kollegen. Demnach waren im Jahr 2009 rund 55 Prozent der weiblichen Führungskräfte ledig, aber nur 38 Prozent der männlichen.

Deutliche Unterschiede gibt es der Untersuchung zufolge auch bei der Zahl der Kinder: 28 Prozent der Frauen im Top-Management haben Kinder, bei den männlichen Kollegen sind es 38 Prozent. Während die Männer im Schnitt zwei Kinder haben, ist es bei den Frauen meist nur ein Kind. Mütter von Kleinkindern unter drei Jahren seien in den Führungsetagen der Firmen fast gar nicht zu finden.

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