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Kaum motivierende Extras

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Das öffentliche Schulwesen in Deutschland belohnt Lehrer für gute Arbeit kaum mit Extra-Geld oder Karriereperspektiven. In vielen anderen Ländern sieht das anders aus, wie eine Befragung zum Vorschein brachte.

In vielen anderen OECD-Ländern sind Zulagen für Lahrer zum Beispiel für ungünstige Unterrichtsbedingungen, eine hohe Arbeitsbelastung in korrekturintensiven Fächern oder zusätzlichen Betreuungsaufwand für förderbedürftige Schüler hingegen üblich. So bieten die Niederlande ihren Lehrern 14 verschiedene Möglichkeiten, sich einen Gehaltszuschlag zu verdienen. Dänemark (13 mögliche Funktions- und Leistungszulagen), Finnland (12) und Portugal (11) stehen dieser Chancenvielfalt kaum nach.

Zudem ist der Karriereweg der Pädagogen in der Bundesrepublik viel zu stark vorgezeichnet – und das unabhängig von der beruflichen Leistung. So kennen einen dem deutschen vergleichbaren Beamtenstatus für Lehrer ansonsten lediglich Frankreich, Griechenland, Österreich und teilweise Spanien. Fast ein Drittel der von der OECD befragten Lehrkräfte gab dagegen an, dass sie wegen schlechter Leistungen entlassen werden können. Dabei wäre ein wirkungsvolles System aus Zulagen und Prämien in Deutschland möglich und für die Bundesländer finanzierbar. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat ein solches leistungsgerechtes Vergütungssystem entwickelt.

Helmut E. Klein, Oliver Stettes: Reform der Lehrerbeschäftigung – Effizienzpotenziale leistungsgerechter Arbeitsbedingungen, IW-Positionen Nr. 40, Köln 2009, 68 Seiten, 11,80 Euro. Bestellung über Fax: 0221 4981-445 oder unter: www.iwmedien.de/books

Weitere Informationen: http://www.iwkoeln.de/Portals/0/PDF/pm36_09.pdf (nh)