Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Verwaltungsgericht in Mainz

Kein deutscher Doktortitel nach Medizinstudium im Ausland

Mediziner haben nicht automatisch einen deutschen Doktortitel, wenn sie etwa in Belgien den Grad "Docteur en Médecine" erlangt haben. Das zeigt ein Urteil aus Mainz. Foto: Rolf Vennenbernd
+
Mediziner haben nicht automatisch einen deutschen Doktortitel, wenn sie etwa in Belgien den Grad «Docteur en Médecine» erlangt haben. Das zeigt ein Urteil aus Mainz. Foto: Rolf Vennenbernd

Doktortitel ist nicht gleich Doktortitel - ob der akademische Grad bei Medizinern deutschen Anforderungen genügt, hängt davon ab, in welchem Land er erworben wurde. Das geht aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts in Mainz hervor.

Mainz (dpa) - Wer im Ausland ein Medizinstudium abgeschlossen hat, darf sich in Deutschland nicht «Doktor der Medizin» nennen. Das entschied das Verwaltungsgericht in Mainz in einem Urteil.

Geklagt hatte ein Mann aus Rheinland-Pfalz, der in den 1980er Jahren in Belgien ein Medizinstudium mit dem Grad «Docteur en Médecine, Chirurgie et Accouchements» abgeschlossen hatte.

In den 2000er Jahren hatte der praktizierende Arzt den deutschen Doktortitel bereits unrechtmäßig geführt. Bußgelder und Verfahren am Berufsgericht waren die Folge. Nun wollte er den deutschen Doktortitel der Medizin einfordern, doch das Gericht wies seine Klage gegen die rheinland-pfälzische Landesärztekammer ab.

Nach Auffassung des Gerichts darf ein ausländischer Hochschulgrad nur in der (ausländischen) Form geführt werden, in der er verliehen worden ist. Ein nicht in Deutschland erworbener Abschluss in Medizin entspreche einem deutschen Staatsexamen und keinem Doktorgrad. Erst eine Promotion im EU-Ausland beispielsweise erlaube es, den deutschen Titel «Doktor der Medizin», abgekürzt «Dr.», zu führen, hieß es in dem Urteil.

Urteil vom 16.11.2016

Kommentare