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Schlagfertigkeit im Job

Job: Chefin gibt Präsentation als eigene aus – Frau versteckt Signatur darin

Ein Laptop, der TikTok aufgerufen hat.
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Immer mehr TikToks rund um Jobs und Bewerbungen trenden.

Wenn man im Job gute Leistung bringt, möchte man dafür auch die Lorbeeren einheimsen. Aber manchmal schmücken sich andere mit der eigenen Leistung.

Sie sitzen stundenlang an einer Präsentation oder einer Abgabe und stellen das dann Ihrem Vorgesetzten vor – das kommt auch erst einmal gut an und Sie bekommen Lob für Ihre Ausarbeitung. Zufällig bekommen Sie mit, wie Ihre Arbeit im Unternehmen vor ranghohen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorgestellt wird – Ihr Name wird dabei nicht genannt. Ein Schlag in die Magengrube. Ähnlich ist das Cristina Sevcenco passiert. Sie hat dazu Videos auf TikTok gedreht und darüber mit Buzzfeed US gesprochen.
In einem ähnlichen TikTok hat eine Bewerberin mit einem Meme auf eine Jobabsage reagiert und wurde dann zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was beim Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist natürlich, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken.
Sind Sie in Sachen Styling unsicher, was für das Bewerbungsgespräch angebracht ist? Wichtig ist, dass Bewerber ordentlich und gepflegt wirken. Bleiben Sie zudem authentisch. Was allzu übertrieben wirkt, sollten Sie im Zweifel besser vermeiden. © IMAGO / Westend61
Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Vor dem Bewerbungsgespräch sollten Sie zudem genügend Zeit für die Körperpflege einplanen. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.  © IMAGO / YAY Images
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch.
Sie bewerben sich für einen Job in der Bank, erscheinen aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung könnte Sie bei so manchem Personalchef disqualifizieren. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem – damit macht man nichts falsch. © IMAGO / Westend61
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen.
Wer mit einem Coffee-to-go in der Hand zum Vorstellungsgespräch erscheint, könnte bei Recruitern durchaus für Stirnrunzeln sorgen. Wenn Ihnen zur Begrüßung hingegen jemand ein Mineralwasser oder einen Kaffee anbietet, dürfen Sie das gerne annehmen. Vergessen Sie dabei niemals, sich höflich zu bedanken.  © IMAGO / Westend61
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job-Interview ist nichts einzuwenden – aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. Personaler könnten es ziemlich unhöflich finden, wenn das belegte Brötchen daraus hervorschaut. © IMAGO / Westend61
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein.
Oft ist der erste persönliche Eindruck entscheidend. Sie sollten beim ersten Kennenlernen nicht zu sehr vorpreschen, aber trotzdem höflich und freundlich sein. Schließlich geht es darum, dass die künftigen Kollegen Sie besser kennenlernen. Und auch Sie sollten sich natürlich einen Eindruck verschaffen können, ob die neue Stelle zu Ihnen passt. © IMAGO / Westend61
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für viele Recruiter ist das ein No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.  © IMAGO / YAY Images
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
Wer zu spät kommt, „den betraft das Leben“ - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich bei vielen Personalern. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. Sollten Sie trotzdem verspätet sein, brauchen Sie dafür eine sehr plausible Erklärung.  © IMAGO / Westend61
Vorsicht bei unbekannten Anrufen: Betrüger geben sich in Frankfurt wieder als Polizisten aus.
Finger weg vom Handy – das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken, könnte das durchaus unangenehm auffallen.  © IMAGO / Westend61
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, dürfte bei vielen Personalern von der Bewerberliste gestrichen werden.  © IMAGO / YAY Images

Job: Lange Nachforschungen und keine Anerkennung

Cristina Sevcenco ergatterte 2019 ihren ersten Job in einem großen Unternehmen. Sie führte zwei Wochen lang Marktforschungsanalysen durch und kam zu spannenden Ergebnissen, die sie in einer Präsentation zusammenstellte und ihrer Chefin präsentierte. Durch Zufall habe sie später mitbekommen, wie ihre Arbeit „mächtigen Menschen“ präsentiert wurde – alles war gleich, nur ihr Name wurde nicht mehr genannt. „Es hat mir das Herz gebrochen“, sagt sie im Gespräch mit Buzzfeed US. Im Anschluss habe sie ein Gespräch mit ihrer Chefin gesucht, um die Situation zu klären: „Es ging mir nicht um Beförderungen oder Boni, sondern um Anerkennung und das Schulterklopfen.“

Sevcenco hatte das Gefühl, dass die Chefin ihre Arbeit nutzt, um die eigene Karriere voranzubringen und dies habe sie auch sofort geäußert. Ihre Chefin soll ihre Aussage übergangen und das Thema gewechselt haben, ohne die Miene zu verziehen.

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Job: Frustaktion mit Wasserzeichen in Präsentation kommt nicht gut an

Weil sie nicht mehr wollte, dass ihre Präsentation genutzt werde, ohne, dass ihr Name fällt, habe sie in der Präsentation die eigene Signatur versteckt. Diese zeige sich, sobald die Präsentation heruntergeladen werde als Wasserzeichen. Ihre Reaktion hat sie als TikTok-Video dargestellt. Dieses wurde bisher 4,5 Millionen mal geklickt, es brachte ihr rund 613.000 Likes und etliche Kommentare.

Die Idee, die Signatur in der Präsentation zu verstecken, kam aber nur im Internet gut an. Bei ihren Vorgesetzten stieß ihr Einsatz auf Unverständnis. Buzzfeed US erzählt sie, dass sie aufgefordert wurde, eine überarbeitete Version ohne Signatur zu erstellen und so etwas nie mehr zu tun. Im Anschluss ging ihre Karriere schleppender voran, ihr wurden kaum mehr Aufträge weitergeleitet und sie wurde schließlich entlassen. Nach Angaben, die sie Buzzfeed machte, habe sie 21 Tage gehabt, um einen neuen Job zu finden.

Job: „Du musst dir deinen Weg nach oben erkämpfen. Egal, wer dabei verletzt wird.“

Ganz ungewöhnlich findet Sevcenco die Aktion für ihr Arbeitsumfeld nicht, das sei normal und ihre Chefin wäre vermutlich von ihrem Chef dazu gebracht worden. „Ich glaube, dass meine Chefin meine Arbeit als ihre eigene ausgegeben hat, ist normal in diesem Feld. Es ist wie ein Löwenkäfig. Du musst dir deinen Weg nach oben erkämpfen. Egal, wer dabei verletzt wird“, erklärt Cristina Sevcenco bei Buzzfeed US.

Nach ihrer Zeit in dem Unternehmen hat Sevcenco kurz für ein anderes Unternehmen gearbeitet, jetzt sei sie aber freiberuflich tätig und würde eigene Projekte umsetzen. Eine Vision für eine bessere Arbeitswelt im Miteinander habe sie aber dennoch:

Es muss nicht immer ein Wettkampf sein. Wir können zusammenarbeiten, um zu wachsen. Wir müssen einander nicht bestehlen. Wir können voneinander lernen und besser sein – um eine bessere Arbeitsumgebung zu schaffen, in der jeder unterstützt und geschätzt wird. Aber manchmal glaube ich, dass das nur ein schöner Traum ist.

Cristina Sevcenco zu Buzzfeed US

Job: „Mein Manager ist noch hinterhältiger...“

Die Kommentare unter dem Video gehen in ähnliche Richtungen. Eine Userin möchte ein Tutorial, wie man seinen eigenen Namen als Wasserzeichen in die Präsentation setzen kann, andere schildern ähnliche Erfahrungen: „Mein Manager ist noch hinterhältiger, er ruft mich vor Meetings an und fragt mich nach meiner Meinung, nur um die dann im Meeting als seine eigene auszugeben.“ Auch eine Managerin äußert sich unter dem Video: „Als Managerin gebe ich immer meinem Team die Anerkennung! Ich liebe es, mit ihnen anzugeben.“

Job: Sevcenco teilt weitere TikToks, die ihr Selbstbewusstsein unterstreichen

An Selbstbewusstsein mangelt es Cristina Sevcenco nicht, auf ihrem TikTok-Kanal teilt sie weitere Videos, die mögliche Fragen in Vorstellungsgesprächen simulieren. So thematisiert sie beispielsweise eine schlagfertige Antwort darauf, wenn Ihnen im Vorstellungsgespräch gesagt wird, dass Sie für den Job überqualifiziert seien und daher den Job nicht bekommen. Sie setzt ein Pokerface auf und entgegnet: „Ach, das ist okay, ich wollte hier nur meine Präsentation bei Vorstellungsgesprächen üben.“
Ein anderes TikTok zeigt die Antwort auf die Frage, wo man sich selbst in fünf Jahren sehe. Sevcencos Antwort: „Auf Ihrem Posten, aber mit besseren Fragen.“ Wer sich mehr Videos von ihr anschauen möchte, findet ihren Kanal unter @cristinasevcenco.

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