Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Urlaubsplanung

Jahresurlaub im Januar: Chef kann nicht einfach ablehnen

Mal den ganzen Januar Urlaub nehmen: Davon träumen viele - und der Chef kann das gar nicht so leicht ablehnen.
+
Mal den ganzen Januar Urlaub nehmen: Davon träumen viele - und der Chef kann das gar nicht so leicht ablehnen.

Stuttgart - Dem Winter entfliehen und im Januar vier Wochen an einem Traumstrand am anderen Ende der Welt abhängen? Viele denken da, das macht der Arbeitgeber doch nie mit. Doch so einen Wunsch als Arbeitgeber abzulehnen, ist gar nicht ohne weiteres möglich.

Wollen Arbeitnehmer ihren kompletten Jahresurlaub im Januar nehmen, spricht zunächst nichts dagegen. «Wenn der Arbeitgeber einverstanden ist, ist das kein Problem», sagt Prof. Jobst-Hubertus Bauer, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Stuttgart.

Den Wunsch des Mitarbeiters kann er auch nicht ohne weiteres ablehnen. Dafür braucht er dringende, betriebliche Gründe. Die können zum Beispiel vorliegen, wenn im Januar die Auftragslage besonders groß ist oder es einen Personalnotstand gibt. Kein Grund für eine Ablehnung ist aber zum Beispiel, wenn dem Chef der Organisationsaufwand schlicht zu groß ist.

Mitarbeiter erwerben den Anspruch auf ihren gesamten Jahresurlaub mit Beginn des Jahres. Etwas anderes gilt nur, wenn jemand neu im Betrieb ist. Da gibt es Sonderregeln - zum Beispiel gibt es erst einmal eine sechs Monate lange Wartezeit, bis man den vollen Jahresurlaub verlangen kann. Doch wer schon länger in der Firma ist, kann ab Beginn des Jahres den gesamten Urlaub nehmen.

Nun gibt es aber noch zwei Sonderfälle: Angenommen, jemand will im Januar den gesamten Jahresurlaub nehmen, hat aber bereits zum 31. März gekündigt. «Dann hat er nicht mehr Anspruch auf den gesamten Jahresurlaub, sondern er wird gequotelt», erklärt Prof. Bauer. Er kann dann nur noch drei Zwölftel seines Urlaubsanspruchs nehmen. Scheidet er dagegen erst in der zweiten Jahreshälfte aus, hat er Anspruch auf den kompletten Urlaub.

Und dann gibt es noch den Schlitzohr-Fall: Ein Mitarbeiter nimmt im Januar den gesamten Urlaub, er weiß auch schon, dass er die Firma Ende März verlassen will, sagt es dem Chef aber nicht. Stimmt der dann dem gesamten Jahresurlaub zu, ist das Pech für den Arbeitgeber. Er kann den Mitarbeiter später nicht in Regress nehmen und Rückzahlungen für das zu viel gezahlte Urlaubsgeld verlangen.

dpa

Kommentare